Wozu soll das gut sein?

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Wozu interessiert einen als Freeman oder Freewoman, ob der Staat, der einen vereinnahmen möchte, nun ein legitimierter Staat ist oder nicht? Die Grundfunktionen und Grundprobleme bleiben die gleichen, sollte man denken.

Stimmt ja auch. Aber wie der gute Dean in einem Interview sagte: Es ist beileibe nicht so, daß man sich zum Freeman erklärt und dann plötzlich unverwundbar durch die Gegend läuft. Konflikte sind vorprogrammiert, und man kommt immer wieder in schwierige Situationen mit Staatsvertretern. Die Rechtssituation der einzelnen Staaten unterscheidet sich dabei zum Teil sehr erheblich, besonders wenn man den im Grunde ja rechtspluralistischen Common Law Rechtskreis mit den geradezu totalitär strukturierten Civil Law Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland vergleicht.

Es ist immer gut, möglichst viel über den „Feind“ zu wissen, seine schwachen Stellen zu kennen.

Man hat ganz andere Argumentationsmöglichkeiten, wenn man den Charakter der Bundesrepublik als besatzungsrechtliche Fremdherrschaft mit enorm starkem Kollaborationselement nicht nur verstanden hat, sondern auch unangreifbar belegen kann. Die ganze am Thema interessierte Welt weiß, in welcher Situation sich die Deutschen seit 1945 befinden. Gleich hinter der Oder wird z.B. völlig offen darüber diskutiert, daß und warum der II. Weltkrieg gar nicht sooo eindeutig als Angriffskrieg gesehen werden kann.  Nur die Deutschen, sorgfältigst zu Selbsthaß und schuldbewußter Unterwürfigkeit umerzogen, haben keinen Schimmer. Wer immer mit entsprechenden historischen Fakten aufwartet, wird als potentieller Vernichtungslagerbetreiber wahrgenommen und abgeblockt.

Nur mal nebenbei: Offiziell bin ich zwar Deutsche, betrachte mich selbst aber eher als deutschsprachige Wendin. Denn:

§ 2
Sorbische (Wendische) Volkszugehörigkeit

Zum sorbischen (wendischen) Volk gehört, wer sich zu ihm bekennt. Das Bekenntnis ist frei und darf weder bestritten noch nachgeprüft werden. Aus diesem Bekenntnis dürfen dem Bürger keine Nachteile erwachsen.
SWG

So sollte es übrigens mit jedem Volk sein, auch dem deutschen. Die wendische Linie unter meinen Vorfahren reicht offenbar bis ins Mittelalter zurück – an Ort und Stelle, die deutsche „nur“ bis in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Mir  geht es also bei meinem Tun mitnichten um irgendein wie auch immer definiertes Deutschtum. Aber um hierzulande und heutzutage als Mensch unter Menschen leben zu können, muß man wissen, wer einem gegenübersteht und welche gegnerischen Machtinstrumente man aushebeln muß und kann, um seinen Weg weiterzugehen.

Gerade habe ich ein wunderbares Statement zugeschickt bekommen, das ich mir hiermit hundertprozentig zu eigen mache:

Wir sind hier und tun, was wir tun, weil wir diejenigen sind, die das schon immer taten, wenn es so etwas zu tun gab, und weil wir das können.

In diesem Sinne: Weitermachen! 🙂

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