Vernunft und Logik, Werte und die Natur

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Logik ist kein Naturgesetz. Logik bedeutet vernünftiges Schlußfolgern. Die Natur schlußfolgert nicht. Die Natur ist wie sie ist, sie kennt keine Vernunft. Wer in ihr überleben will, muß sich an ihre Gesetze halten oder er wird vorzeitig wieder Erde. Wenn sein Ziel möglichst langes Überleben heißt, dann ist es für ihn logisch, weil vernünftig, die Naturgesetze zu beachten, denn das könnte zu seinem Ziel führen. Wenn er nicht überleben will, dann ist es für ihn ebenso logisch, weil vernünftig, die Naturgesetze nicht zu beachten, denn auch das führt dann mit recht großer Sicherheit zu seinem Ziel.

Was als vernünftig betrachtet wird, ist eine Frage der kulturellen Prägung (der „Denkschule“) und der persönlichen Erfahrung. Und daraus ergibt sich individuell Richtig oder Falsch, Vernünftig oder Unvernünftig.

Naturgesetze kennen kein Richtig oder Falsch, kein Recht oder Unrecht, sondern nur wertneutrale Ursache und Wirkung. Ihnen ist der Mensch und all sein Handeln unausweichlich unterworfen. Richtig und Falsch sind abstrakte, vom Menschen erdachte Bewertungskategorien. Sie existieren nicht unabhängig vom Menschen und dessen Bewußtsein.

Einzig der Mensch (soweit wir wissen) besitzt die Fähigkeit, Wert zu ermessen und damit zu erschaffen, denn Wert entsteht erst, wenn jemand ihn erkennt.

Wert liegt im Nutzen. Wo kein Nutzen erkannt wird, wird auch kein Wert erkannt. Als richtig betrachtet wird, was nutzt. Als falsch betrachtet wird, was schadet. Was weder nutzt noch schadet, wird als wertlos behandelt. Was nutzt und was schadet, liegt im Ermessen des Betrachters mit seinem freien Willen und den Zielen, die er mit diesem freien Willen verfolgt.

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