Archiv für den Monat August 2012

Aktualisiert: Wie man sich als Angehöriger des deutschen Heimatstaates ausweist

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Herzlichen Dank für die geradezu erleuchtende Informationszusammenstellung von Peter!

Wenn man sich mit dem Staatsangehörigkeitsnachweis ausweist, weist man sich als Angehöriger des tatsächlichen deutschen Staates, als Deutscher, aus. Die BRD-Behörden können nur Staatszugehörigkeitsausweise ausstellen. Als sich mit einem Staatsangehörigkeitsnachweis legitimierende Person ist man den BRD-Behörden gegenüber fremd. Sie haben keine Zugriffsbefugnis.

Wer nicht seine Staatsangehörigkeit urkundlich nachweisen kann, gilt als Staatenloser laut Staatenlosenabkommen und bekommt einen Personalausweis, der die ZUgehörigkeit zu einem Staat belegt, nicht aber eine Staatsangehörigkeit:

Der Personalausweis ist gekoppelt mit:
> Staatszugehörigkeit statt Staatsangehörigkeit
> mit dem Personalstatut eines Staatenlosen …
> mit einem Aufenthaltsort ( Wohnhaft ! ) statt einem Wohnsitz
> begründet / stellt einen Treuhandvertrag mit dem B U N D dar ( es wird 1 Unterschrift geleistet )

Man gehe also zur zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde, z.B. zum Bezirksamt oder zum Landkreis, und beantrage dort auf Grund seiner Geburtsurkunde die urkundliche Bestätigung seiner deutschen Staatsangehörigkeit (Staatsangehörigenurkunde, Staatsangehörigkeitsausweis oder -nachweis).
Beispielinfos:

Der Antrag ist bei der Staatsangehörigkeitsbehörde (Kreisverwaltungsbehörde) einzureichen. Antragsvordrucke sind bei den Kreisverwaltungsbehörden (Landratsamt, kreisfreie Stadt) zu erhalten. Ein amtlicher Vordruck ist nicht eingeführt.

Wird festgestellt, dass der Antragsteller die deutsche Staatsangehörigkeit (Rechtsstellung als Deutscher) besitzt, wird die beantragte Staatsangehörigkeitsurkunde ausgestellt. Die Gebühr hierfür beträgt 25,– €

Dieses Dokument lasse man durch die Beglaubigungsstelle beim Landesministerium des Inneren mit einer Apostille versehen. Damit muß dieses Dokument als Nachweis, daß man Deutscher ist, von den 91 Teilnehmerstaaten des Haager Apostillen-Abkommens anerkannt werden, kann aber NICHT ALS REISEAUSWEIS dienen.
Die Apostillierung für private Zwecke kostet ca. 12 EUR. Sie könnte sich auch als enorm wichtig erweisen für die Sicherung vor staatlichem Zugriff auf Grund und Boden laut Grundbuch, indem man eine beglaubigte Kopie des apostillierten Staatsangehörigkeitsnachweises im Grundbuchamt hinterlegt.

Von seiner Gemeinde lasse man sich als Identitätsdokument außerdem einen vorläufigen (!) Reisepaß ausstellen. Dieser vorläufige Reisepaß enthält ein beglaubigtes Foto und gilt im Inland problemlos, im Ausland weitgehend problemlos als Identitätsdokument. Er kostet 26 EUR und muß mach einem Jahr erneuert werden.

Er enthält jedoch keine Angabe des Wohnsitzes.  Das ist auch nicht nötig. Echte Staatsangehörige haben das Recht, ihren Wohnsitz (nicht etwa nur ihren „ständigen Aufenthaltsort“) auf dem Territorium ihres  Staates frei zu wählen. Dieser ergibt sich aus der eigenen Angabe: Ich habe mich da und da dauerhaft niedergelassen und begründe damit meinen Wohnsitz dort.

Ich werde das nächste Woche ausprobieren. Es könnte die Lösung für eines meines wichtigsten Anliegen sein, nach der ich seit Monaten suche. Ich werde über jeden Schritt auf diesem Weg hier Bericht erstatten.

(Korregiert 25.08.2012 um 07:00)

Nehmen wir an, das Deutsche Reich existierte über den 23.05.1945 hinaus

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Die Entscheidung des Obersten Berufungsgerichts der USA von 1951 ist endlich mal ein vernünftiger Beweis für die Sichtweise, daß das Deutsche Reich nach dem 23.05.1945 doch noch weiterexistiert haben könnte. Immerhin hat hier eine höchste US-Instanz mit entsprechender Entscheidungsvollmacht entschieden, also ein Gericht des führenden und heute noch einflußreichsten Alliierten. Danke für den Hinweis auf dieses Urteil. Das in dieser Frage oft zitierte Bundesverfassungsgericht als gewissermaßen internes Firmengericht einer unter äußerer Aufsicht stehenden Firma ist im Vergleich zum Aufsichtführenden in dieser Frage nicht halb so relevant, finde ich.

Und ja, ich gedenke in dieser Frage weiterhin eine Meinung zu haben, die ich aus eigenen Erwägungen heraus und auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen für begründet halte.

Das Szenario wäre dann jetzt vergleichsweise folgendes:

Die Besitzer einiger einflußreicher, ambitionierter, aber ziemlich klammer Konzerne hätten die Ausschaltung bzw. Unschädlichmachung eines konkurrierenden, ambitionierten und sehr erfolgreichen Konzerns beschlossen, auf dessen Tun sie ihrer Ansicht nach zu wenig Einfluß hatten. Sie hätten also die fragliche Firma zu aggressivem Verhalten provoziert, dann erobert, geplündert und gemaßregelt. Nachdem sie in der eroberten Firma wilde Sau gespielt und sie nach Gutdünken neu geordnet, die Managerriege der Firma vor Gericht gestellt, nach nicht existierenden Gesetzen verurteilt, hingerichtet oder schwerstens bestraft, wurden die verbliebenen Eigentümer der Firma zwangsweise umerzogen – die Firma aber nicht aufgelöst, sondern nur umbenannt und umstrukturiert und mit einem Aufsichtsrat versehen, dem selbst die Eigentümer der Firma zu gehorchen haben, weil sie ja ein notorisches „Tätervolk“ sind.

Dann komme ich aber trotzdem zu der Einsicht: Die BRD ist heute nicht weniger ein Staat als die USA einer sind – nämlich ein Staatswesen ohne eigenes Territorium (alles von ihm verwaltete Territorium ist Territorium seiner Bundesstaaten, die aber keine eigene Staatsangehörigkeit zu vergeben haben, so daß Staatsgebiet und Staatsvolk sich nicht auf denselben Staat beziehen), und seine Staatsangehörigen sind damit heimat- und rechtlose Fremde, wo auch immer auf diesem Planeten sie sich befinden. Sie wohnen immer auf dem Territorium eines (Glied-)Staates, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, das gilt für Einwohner von Texas oder New Jersey genauso wie für die von Hessen oder Sachsen. DAS ist der eigentliche Teufelsdreh, mit dem man uns rechtlos macht.

In jedem Fall aber gibt es das Deutsche Reich dann erst recht nicht mehr heimlich und „handlungsunfähig“ irgendwo im Hintergrund, sondern dann ist die Bundesrepublik Deutschland tatsächlich rechtlich identisch mit dem Deutschen Reich und tatsächlich seine uneingeschränkte Rechtsnachfolgerin. Seit 1934 funktionierte das Deutsche Reich nach der Methode „Staatsangehörigkeit ohne Bezug zum Staatsterritorium“.  Die Bundesrepublik Deutschland ist ein gebietsloses Verwaltungsorgan für gebietbesitzende Bundesländer. Für Bundesbürger gibt es keinen m² Erde, der das physische Gebiet ihres „Heimatlandes“ wäre.

Fazit: Es spielt für die Situation seit BRD-Gründung keine Rolle, ob sie als Rechtssubjekt identisch ist mit dem Deutschen Reich oder nicht. Seit Hitler sind die Deutschen heimatlos.

Wollen lernen

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Wer immer wieder nicht tut, was er sich vorgenommen hatte,  und nicht zu Ende bringt, was er begann, der ist nicht etwa vorbildlich flexibel, sondern er ist passiver Spielball äußerer Kräfte, genau wie das Blatt im Wind. Es mangelt ihm an Entschlußkraft und Willensstärke, seinen Weg selbst zu bestimmen und nicht immer wieder davon abzukommen.

Wem es aber schon an Entschlußkraft und Willensstärke bei seinem eigenen Tun mangelt, wie soll der lenkend ins Wirken der Naturkräfte, ins Tun anderer eingreifen können?

Wer seinen Willen nicht erfolgreich auf sich selbst richten kann, wie soll der seinen Willen erfolgreich in die Welt richten?

Lerne dich selbst mit festem Willen zu steuern, und du steuerst die Welt nach deinem Willen.

Hochemotionales Beispiel für die Subjektivität ethisch-moralischer Konzepte

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Aulöser für meine – anstrengenden, aber notwendigen – theoretischen Erwägungen der letzten Tage war die sich als schwierig erweisende Diskussion mit einem Voluntaristen, der auf Meinungsverschiedenheiten sehr emotional reagierte.

Er war der festen Überzeugung, daß es ethische Normen gebe, die objektiv für alle Menschen verbindlich gelten. Ich war nicht dieser Ansicht. Eines seiner Beispiele zur Untermauerung seiner Position war folgendes Szenario:

Er fährt mit seiner Frau in den Urlaub in einen fremden Kulturraum, sagen wir, den arabischen, und dort wird sie von einer Gruppe Einheimischer vergewaltigt (Achtung, Klischee!).

Ich müsse doch zugeben, daß das Verhalten dieser Männer objektiv falsch wäre. Menschlich verständlich, war er fassungslos, daß ich das ernstlich abstritt, und er lehnte die Fortsetzung des Gedankenaustauschs vehement ab, solange wir uns nicht einmal auf die Existenz solcher „objektiven Grundwerte“ und damit auf objektiv existierende Grundrechte einigen könnten, die unabhängig von subjektiven Präferenzen einer Kultur gelten müßten. Ich könne doch nicht meinen, diese seine Moralvorstellungen seien nicht objektiv für alle Menschen gültig!

Wie gesagt, ein hochemotionales Beispiel, weil man dabei die Gültigkeit menschlicher Gefühle hinterfragen muß und dem Hinterfragenden sehr schnell Zynismus und Menschenverachtung unterstellt werden. Nichtsdestotrotz müssen menschliche Gefühle eben außen vor bleiben, wenn es tatsächlich um menschenmögliche Objektivität geht.

Erlebte Gefühle sind objektiv wahr, ganz ohne Zweifel. Aber daraus ein Richtig oder Falsch abzuleiten, wäre Bewertung, also subjektiv.

Objektivität ist an menschliche Wahrnehmung gekoppelt. Wahrnehmung an sich unterliegt den Naturgesetzen und erfolgt wertungsfrei, aber kulturell und individuell vordefiniert. Ausgelöst von der Wahrnehmung, reagiert der Wahrnehmende mit einer kulturell vordefinierten Bewertung des Wahrgenommenen und einer entsprechenden Handlung. Bewertung findet rein subjektiv nach ausschließlicher Maßgabe des Willens des Bewertenden statt.

Objektiv läßt sich das genannte Szenario wie folgt beschreiben: Der Mann liebt seine Frau und will, daß es ihr gut geht. Er will einen schönen Urlaub mit ihr verbringen. Vergewaltigung betrachtet er (auf Grund seiner kulturellen Prägung) generell als Unrecht. Die fremden Männer lieben seine Frau nicht, ihr Wohlergehen ist ihnen gleichgültig. Unverschleierte Frauen sind (auf  Grund ihrer kulturellen Prägung) für sie rechtloses Freiwild. Die Vergewaltigung einer solchen Frau betrachten sie als selbstverständlich und richtig. Die Frau des Urlaubers ist nicht verschleiert. Die fremden Männer wollen diese Frau in Besitz nehmen. Sie sind in der Überzahl und daher potentiell kräftemäßig überlegen.

Das Wollen des einzelnen Mannes und seiner Frau steht dem Wollen der Gruppe fremder Männer entgegen. Das in dieser Situation absolut geltende und aus menschlicher Sicht objektiv wirkende Naturgesetz lautet: Die größere Kraft überwindet die kleinere Kraft. Wer mit größerer Kraft in die Richtung seines Willens wirkt, der überwindet die nicht in Richtung seines Willens wirkende kleinere Kraft und lenkt das Geschehen damit in die Richtung seines Willens. Das können sowohl der einzelne Mann und seine Frau sein als auch die Gruppe fremder Männer. Meistens wird die Männergruppe die größere Kraft darstellen, aber nicht in jedem Fall.

Was dieses Szenario, tatsächlich geschehend oder auch nur vorgestellt, in dem vermutlich unterliegenden Mann auslöst, steht auf einem ganz anderen Blatt, das als kulturunabhängig objektiven Bestandteil nur die vom Mann erlebte Wahrnehmung seiner Emotionen hat. Alles andere, Fragen nach Richtig oder Falsch, Recht oder Unrecht, Schuld oder Unschuld etc., sind subjektiv bewertende Interpretationen, die allerdings innerhalb ihrer kulturellen Prämissen objektiv wahr sein können.

Als objektiv für alle Menschen geltende Wahrheit haben in dem beschriebenen Szenario zwei Kräfte in Richtung ihrer Interessen gewirkt, und eine der beiden Kräfte unterlag der anderen, weil sie weniger stark war. Innerhalb der Prämissen einer bestimmten Kultur ergeben sich daraus mit jeweils objektiver Logik weitere objektive Wahrheiten, die aber von Kultur zu Kultur gegensätzlichen Inhalts und nichtsdestotrotz gleichzeitig objektiv wahr sein können, wenn man ihre Prämissen berücksichtigt, die subjektive Präferenzen der Kultur darstellen. Das macht ja gerade die Relativität von objektiver Wahrheit aus.

So schwer das angesichts menschlicher Emotionen zu verknusen ist.

Fazit:
Alles, was wir für die Durchsetzung unserer Moralvorstellungen tun können, besteht darin, die gesamte uns zur Verfügung stehende Willenskraft dafür einzusetzen, daß die naturgesetzliche Wirkung unserer Moralvorstellungen größer wird. Lessings Ringparabel läßt schön grüßen …

P.S.: Und all das hier Erwogene und Geschriebene ist meiner Auffassung nach objektiv logisch ermittelte objektive Wahrheit – innerhalb meiner Prämissen. Zielsetzung war die größtmögliche Reduzierung von willkürlich angenommenen Vorgängen auf naturgesetzliche und damit objektiv wahre Aussagen. Inwieweit mir das gelungen ist, kann kein Mensch allgemeingültig entscheiden. Ich denke aber, es ist trotzdem davon auszugehen, daß meine Betrachtungen keine Naturgesetze sind und als menschliche Erwägungen letzten Endes immer subjektiv bleiben müssen.

Ethisch-moralische Konzepte und objektive Logik

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Wenn objektive Wahrheit die Übereinstimmung einer Aussage mit der wahrgenommenen Wirklichkeit ist, dann kann objektive Wahrheit ja nur im Zusammenhang mit menschlicher Wahrnehmung vorhanden sein. Dann gibt es außerhalb des menschlichen Bewußtseins gar keine objektive Wahrheit, sondern nur absolute Wahrheit, weil dort niemand wahrnimmt und Aussagen mit dieser Wahrnehmung vergleicht, sondern alles einfach nur ist und geschieht.

Dann unterliegt objektive Wahrheit aber – genau wie die Logik – unausweichlich den kulturell geprägten Wahrnehmungsgewohnheiten der Menschen. Unerwartete Phänomene werden teilweise so radikal ignoriert, daß sie einfach nicht wahrgenommen werden. (Wer das nicht glaubt, der absolviere diesen 30-Sekunden-Test, bei dem die Aufgabe darin besteht, zu zählen, wie oft die Spieler in weißen Shirts in den Ballbesitz kommen.)

Dann wiederum kann es keine für alle Menschen gültige objektive Wahrheit geben, die sich nicht auf mathematische und zuverlässig funktionierende, naturgesetzliche Sachverhalte bezieht. Oder andersherum: Nur mathematische und naturgesetzliche Aussagen können für alle Menschen geltende objektive Wahrheit sein.

Ethisch-moralische Konzepte, also Ideale und Werte, können keine für alle Menschen geltende objektive Wahrheit sein, weil sie keine Naturgesetze sind, sondern höchstens Naturgesetze berücksichtigen. Ob er Naturgesetze berücksichtigen will oder nicht, hängt von der frei gewählten Zielsetzung eines jeden Menschen ab. In jedem Fall hat er die Konsequenzen seiner Entscheidung zu tragen.

Wert existiert bekanntlich nur, wenn es Menschen gibt, die Wert erfassen und bemessen können. Ob der Mensch irgendeinem Objekt oder irgendeinem Ideal wieviel Wert beimessen will oder nicht, ist erneut seine ureigene Entscheidung, für die er niemand anderen verantwortlich machen kann. Selbst wenn er sich seiner aktiven Entscheidung gar nicht bewußt ist und es anderen Menschen nicht paßt, wie er sich entscheidet, entscheidet er, nach welchen Werten und Zielen er seine Handlungen vornimmt.

Die nach verschiedenen Werten und Zielsetzungen getroffenen Entscheidungen der Menschen bewirken Konflikte der einander entgegenwirkenden Kräfte (hervorgerufen durch gegensätzliche Interessenverfolgung), die unentrinnbar nach den absolut geltenden Naturgesetzen ablaufen, ob sich der Mensch dessen bewußt ist oder nicht.

Allerdings können sich bestimmte ethisch-moralische Konzepte in Rücksicht auf die absolut geltenden Naturgesetze als objektive Notwendigkeit erweisen – ohne dabei aber objektive Wahrheit zu sein (!) sondern nur objektiv logische Konsequenz aus einem willkürlich,also subjektiv festgelegten Ziel, nämlich der Einsicht, daß Nichtberücksichtigung der Naturgesetze garantiert schwerwiegende Verluste bewirkt. Eine logische Konsequenz ist objektive Wahrheit, wenn sie verläßlich zumsubjektiv festgelegten Ziel, der für Betrachtungen der objektiven Wahrheit notwendigen Prämisse, führt. Alles steht und fällt mit der Prämisse, die vom Menschen bei seiner Betrachtung von objektiver Wahrheit festgelegt wird.

Ich fasse meinen Erkenntnisstand noch einmal zusammen:

Absolute Wahrheit gilt unabhängig von der menschlichen Existenz immer und überall im Universum, also universell.

Objektive Wahrheit gilt innerhalb der durch die menschliche Wahrnehmung subjektiv festgelegten Prämissen in Übereinstimmung mit dem vom Menschen wahrgenommenen Wirken der absolut wahren, also universellen Naturgesetze. Die Wirkung der absolut wahren Naturgesetze kann vom Menschen über seine Sinnesorgane unterschiedlich wahrgenommen werden, seine jeweilige Wahrnehmung ist dabei nicht bestreit- und nicht beweisbare objektive Wahrheit – nicht jedoch ihre Deutung oder Schlußfolgerungen daraus. Diese unterliegen dem jeweiligen Logik-Konzept des Deutenden oder Schlußfolgernden.

–> Objektive Logik gibt es nur innerhalb eines subjektiven Rahmens.

Objektive und absolute Wahrheit

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Objektive Wahrheit

Bis vor kurzem war ich noch der Meinung, objektive Wahrheit könne vom Menschen nicht erkannt werden. Mein aktueller Erkenntnisstand zu diesem Thema lautet jedoch wie folgt:

Objektive Wahrheit ist allgemein definiert als unabhängig von subjektiven Präferenzen mit der wahrgenommenen Wirklichkeit übereinstimmend. Sie kann dabei relativ sein, also z.B. sich verändern oder in ihrer Gültigkeit begrenzt sein.  (Der zweite Satz ist eine in meinen Augen unabdingbare Ergänzung der Definition.)

Zwar filtern die Sinnesorgane des Menschen die angenommene objektive Wahrheit und lassen sie also nur teilweise in sein Bewußtsein dringen, aber er ist prinzipiell in der Lage, objektive Fakten zu erkennen, indem er mit seinen Sinnen wahrgenommene Umstände und Vorgänge auf die reine Tatsache der sinnlichen Wahrnehmung reduziert und sich jegliche Deutung, Schlußfolgerung oder Bewertung verbietet.

Wenn man nun voraussetzt, daß objektive Wahrheit relativ sein und Gültigkeitsgrenzen haben kann, dann kann man wertungsfrei wahrgenommene Fakten mit einiger Berechtigung als objektive Wahrheit betrachten.

Die Relativität der objektiven Wahrheit bringt dann aber mit sich, daß gegensätzliche Aussagen gleichzeitig objektiv wahr sein können, wenn zwei Menschen einen Umstand oder einen Vorgang unterschiedlich wahrgenommen haben. Denn menschliche Wahrnehmung ist in ihrer Individualität objektiv wahr und kann daher weder bestritten noch bewiesen werden. Wird das Wahrgenommene allerdings kommuniziert und auf seiner Grundlage koordiniertes Handeln abgestimmt, dann tritt die Relativität des objektiv Wahrgenommenen auf den Plan.

Beispiel:
Wenn der Farbenblinde als Augenzeuge einer Fahrerflucht ehrlich aussagt: „Das Auto war rot.“ und der normalsichtige Augenzeuge sagt ebenso ehrlich: „Das Auto war orange.“, dann sind beide Aussagen objektive Wahrheit, denn Vorgang und Inhalt einer Wahrnehmung sind selbst objektive Tatsachen, deren Gültigkeit freilich relativ ist.

Wenn der farbenblinde Augenzeuge das Auto wiedererkennen sollte, würde er das auf Grund seiner Wahrnehmung problemlos tun können, genau wie der normalsichtige Augenzeuge. Erst, wenn auf ihren Angaben koordiniertes Handeln abgestimmt werden soll, nämlich die Suche nach dem Fahrerflüchtigen mit seinem Fahrzeug, dann ist objektive Wahrheit ihrer Relativität wegen nicht mehr ausreichend, und wir benötigen die

Absolute Wahrheit

Absolute Wahrheit ist eben das, also nicht relativ. Sie ist unveränderlich und daher ewig gültig. Sie gilt wie die objektive Wahrheit unabhängig von der menschlichen Wahrnehmung und ist vom Menschen zwar ebenfalls nur über seine Sinnesorgane wahrnehmbar, aber weder veränderlich noch in ihrer Gültigkeit beschränkt.

Objektive Wahrheit ist in absoluter Wahrheit enthalten. Jede absolute Wahrheit ist gleichzeitig immer auch objektive Wahrheit, aber objektive Wahrheit muß nicht unbedingt auch absolute Wahrheit sein.

Kommen wir zu unserem Beispiel zurück:
Wird die Farbe des Fluchtfahrzeugs, die der farbenblinde Augenzeuge gesehen hat, auf ihren Spektralwert hin untersucht, wird man denselben Spektralwert erhalten, der für die Farbe gilt, welche der normalsichtige Augenzeuge gesehen hat. Das ist dann die absolute, ewig gültige Wahrheit über die Farbe des Fluchtfahrzeugs. Der farbenblinde Augenzeuge hat nicht gelogen. Er hat nicht die Unwahrheit gesagt. Seine Wahrnehmung war objektive Wahrheit, genau wie die des normalsichtigen Augenzeugen, dessen Wahrnehmung – zufällig! – der absoluten Wahrheit entsprach. Deshalb hat der normalsichtige Augenzeuge noch lange kein Abo auf die absolute Wahrheit seiner Aussagen bezüglich Farben.

Spektralwerte sind Frequenzwerte, sie sind vom Menschen erdachte und definierte Spiegel der mathematischen Grundstruktur des – vermutlich – absoluten, ewigen Universums. Frequenzen existieren als Phänomen großenteils außerhalb der menschlichen Wahrnehmung und können für ihn nur über technische Hilfsmittel meßbar und damit wahrnehmbar gemacht werden. Die Existenz von Frequenzen ist absolute Wahrheit, die per Messung bewiesen werden kann.

(Anmerkung zum Beispiel: Selbstverständlich sollte der farbenblinde Augenzeuge aus Erfahrung wissen, daß seine Farbwahrnehmung eine andere ist als die der meisten anderen Menschen, und die Polizei bei seiner Aussage darauf hinweisen …)

Vernunft und Logik, Werte und die Natur

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Logik ist kein Naturgesetz. Logik bedeutet vernünftiges Schlußfolgern. Die Natur schlußfolgert nicht. Die Natur ist wie sie ist, sie kennt keine Vernunft. Wer in ihr überleben will, muß sich an ihre Gesetze halten oder er wird vorzeitig wieder Erde. Wenn sein Ziel möglichst langes Überleben heißt, dann ist es für ihn logisch, weil vernünftig, die Naturgesetze zu beachten, denn das könnte zu seinem Ziel führen. Wenn er nicht überleben will, dann ist es für ihn ebenso logisch, weil vernünftig, die Naturgesetze nicht zu beachten, denn auch das führt dann mit recht großer Sicherheit zu seinem Ziel.

Was als vernünftig betrachtet wird, ist eine Frage der kulturellen Prägung (der „Denkschule“) und der persönlichen Erfahrung. Und daraus ergibt sich individuell Richtig oder Falsch, Vernünftig oder Unvernünftig.

Naturgesetze kennen kein Richtig oder Falsch, kein Recht oder Unrecht, sondern nur wertneutrale Ursache und Wirkung. Ihnen ist der Mensch und all sein Handeln unausweichlich unterworfen. Richtig und Falsch sind abstrakte, vom Menschen erdachte Bewertungskategorien. Sie existieren nicht unabhängig vom Menschen und dessen Bewußtsein.

Einzig der Mensch (soweit wir wissen) besitzt die Fähigkeit, Wert zu ermessen und damit zu erschaffen, denn Wert entsteht erst, wenn jemand ihn erkennt.

Wert liegt im Nutzen. Wo kein Nutzen erkannt wird, wird auch kein Wert erkannt. Als richtig betrachtet wird, was nutzt. Als falsch betrachtet wird, was schadet. Was weder nutzt noch schadet, wird als wertlos behandelt. Was nutzt und was schadet, liegt im Ermessen des Betrachters mit seinem freien Willen und den Zielen, die er mit diesem freien Willen verfolgt.