Routine ist Einsicht in Notwendigkeit

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Ich hasse Routine. Wenn ich etwas auch nur zum zweiten Mal machen soll, womöglich noch exakt genauso wie zuvor, wird es schon langweilig, und ich suche nach Variationen auf das bereits bekannte Thema. Es macht mich hibbelig, ungeduldig und unkonzentriert, etwas einfach nur zu wiederholen. Das hat seine Vorteile (vor allem bei theoretischen Aufgaben), und viele Nachteile (vor allem bei praktischen Aufgaben).

Zu meinen Alltagseinsichten gehört seit heute, warum ein gewisses Maß an Routine durchaus sinnvoll und erstrebenswert ist. Wenn Routinen etabliert und eingehalten werden, besteht nämlich die Gewißheit, daß wichtige, wiederkehrende Aufgaben auch wirklich regelmäßig erledigt werden und nicht etwa regelmäßig unterhaltsameren Herausforderungen zum Opfer fallen. Insofern können sie Streß reduzieren – Streß, der aus der permanenten Panik resultiert, schon wieder irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben oder vor einem wachsenden Berg gleichzeitig überfälliger Aufgaben zu stehen, vor dem man nur noch kapitulieren kann und dabei am Ende Mitmenschen enttäuscht.

Auch hier gilt das Naturgesetz vom angestrebten Gleichgewicht: Gar keine Routine ist das eine Extrem, ausschließlich Routine ist das andere. Le extrèmes se touchent. In der Mitte liegt das stabile Gleichgewicht.

Auch Routine schafft Freiheit – wenn sie nicht ausufert.

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