Zu Himmel hoch jauchzend

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zu Tode betrübt, ist nicht nur das Herz, das liebt.

Heute ist Ernüchterung angesagt, weil ich mich an den Bären erinnert habe, dessen Meinung ich immer hoch respektiert und als für mein Leben relevant vermerkt habe:

Ich kann nur auffordern alle Gesetze des Staates peinlich genau ein zu halten, sich aber von ALLEM, was da passiert, fern zu halten soweit nur irgendwie möglich. Es geht schon lange nicht mehr um Besitz und öffentliche Ordnung, um Rechte und Verantwortung. Es geht nur noch darum, die eigene physische Existenz zu erhalten und zu sichern.

Und das muss zwingend im Einklang mit den Gesetzen erfolgen, ohne sich auf die eine oder die andere Seite zu stellen, solange das Gesetz es noch abdeckt.

Wenn du eine Zahlungsaufforderung für eine „Polizeisteuer“ bekommst, dann verkauf dein EM und zahl sie. Wenn du eine Steuer zahlen musst, weil du nicht Wache schiebst vor der Deutschen Bank, dann zahl sie. Wenn sie verlangen dass du Steuer zahlst weil du atmest, dann zahl sie.

Das alles ist besser, als eine Krise im Knast zu verbringen.

Halte dich fern von allem was passiert, von Demonstrationen, freiwilligem Polizeidienst, von Unruhen, von Revoluzzern und solchen, die „Frieden“ in die Welt tragen. Egal, wie du dich positionierst, es wird falsch sein. Das, was kommt, zermalmt jeden, der sich einmischt.

Egal, was wir tun. Das, was kommt, können wir nicht aufhalten. Was wir tun können, ist die Verantwortung für uns allein zu übernehmen. Die Verantwortung das, was wir zum Essen und Trinken brauchen selbst übernehmen, die Verantwortung Leib und Leben zu schützen, selbst übernehmen, die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst übernehmen ist notwendig. Deine anderen Fragen kannst du dir so selbst beantworten. Du trägst die Verantwortung für dich. Wenn der Staat noch eine Zeit lang etwas davon übernehmen kann, ist das gut so.

Den Staat respektieren ist eine Sache. An ihn als ewig währende Instanz zu glauben, ist eine andere Sache.

Zur Qualität der Ausbildung unserer regulären Ordnungskräfte darf ich derzeit nichts sagen. Ich darf aber sagen, dass ich sie kenne. Und ich darf sagen, dass ich im Rahmen der Gesetze (!!!) meine Sicherheit in meine Hände lege. Die Gesetze über Notstand und Notwehr gelten in diesem Lande. Und die halte ich peinlich genau ein. …

Er hat in Bosnien erlebt, wie die Menschen miteinander umgehen, wenn die Ressourcen knapp und die Ordnungsmacht Staat weg ist. Seitdem glaubt er nicht mehr an das Gute im Menschen, sondern ahnt in jedem Homo sapiens die hemmungslose Bestie.

in Bosnien hatten die Bosnier in Mostar nach übereinstimmenden Berichten 6 Schuß 7,62 * 39 pro Waffenträger. Das Ergebnis, dazu lade ich dich gerne ein, können wir im „Stadtpark“ von Mostar begutachten. Er wurde zum Friedhof umfunktioniert.

Bis damals habe ich aus Überzeugung den Wehrdienst verweigert, war nicht so einfach wie heute, und war von Gewaltfreiheit überzeugt. Ich musste lernen, dass zwar ich überzeugt sein kann, die anderen sind es aber trotzdem nicht.

Ich berichte meine Erfahrungen, nicht mehr und nicht weniger. Du kannst danach handeln oder es besser machen. Diese Verantwortung trägst du. Bevor ich gemeuchelt werde verkaufe ich meinen Bärenpelz verdammt teuer. Bevor ich zusehe und zuhöre wie meine Tochter vergewaltigt wird und massakriert wird, gerne berichte ich dir von dem was ich hören musste von den Überlebenden, Vatapitta, rotte ich eine ganze Kompanie eigenhändig aus, Schuß für Schuß.

Solange ich lebe werde ich nur töten aus den Gründen, die heute Notstand und Notwehr heißen. Aber das tue ich mit deutscher Gründlichkeit.

Du kannst die heile Welt vergessen in der Krise. Sie ist Illusion, mehr Illusion als durch Vorbereitung jede erdenkliche Zukunft meistern zu können.

Friede allen Menschen auf Erden ist mein Wunsch. In der Krise gibt nur leider niemand was auf meine Wünsche.

….

Wir dürfen bei Gruppen nicht vernachlässigen, dass diese auch in einer Krise funktionieren müssen. Das ist dann kein Pfadfindertreffen mehr. Meine Hinweise zum Posttraumatischen Belastungssyndrom bitte ich sehr ernst zu nehmen. Gruppen fliegen geradezu auseinander wenn einzelne oder alle betroffen sind. Am stabilsten ist die Gruppe Familie nach meiner Erfahrung.

Die Sicherung der Vorräte ist genau so wichtig wie die Anschaffung. Die ersten drei Monate sind am Deftigsten. Danach ist ein Großteil der Menschen still vor sich hin, wie die Meisten, oder im Hauen und Stechen wie die „Starken“, verstorben. Ich bitte um Nachsicht wegen der deutlichen Aussagen meinerseits. In dieser Zeit ist 24 Stunden Bewachung unumgänglich. Danach kann eine Hundemeute allein die Wachfunktion übernehmen. Natürlich gehört beim Wehrbauern die Waffe erreichbar neben den Pflug.

Wer in dem Strom mitschwimmt, wird das Schicksal der Gruppe teilen, im Guten wie im Schlechten. Wer seine Zukunft selbst in die Hand nimmt, kann agieren. Vielleicht geht es ihm individuell schlechter als der Gruppe. Vielleicht aber auch nicht.

Der Bär aus seiner Höhle sieht nur eine Wende: Wir sind über den Berg, von nun an gehts bergab.

Spielt es für dich eine Rolle ob du 2012 Kohldampf schiebst oder 2017? Mir ist 2017 auch Recht, dann habe ich noch mehr Zeit mich vor zu bereiten.

Mein Leben lang habe ich immer den Blick auf den höchsten Gipfel gehabt und niemals das Mittegebirge beachtet. So war das Leben einfach, immer Streben nach dem höchsten Ziel, alles auf dem Weg ist so winzig und klein.

Heute aber stehen wir kollektiv auf dem Mount Everest. Es gibt jede Menge anderer Berge. Aber erst müssen wir von diesem herunter kommen.

Er hat sich mit seiner Familie zurückgezogen auf einen Hof im tiefsten Schwarzwald und arbeitet daran, seine Ausgangsposition für das Überleben seiner Familie in den nächsten 10 Jahren zu verbessern.

Kann mich mal bitte jemand rausholen aus dem Loch?

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  1. Auch ich habe den „Bären“ im Gelben sehr gemocht und seine Argumentation auf breiter Linie als auch die meine aufgefasst … vor allem war es seine Art der Wahr-nehmung der gesellschaftl. und globalen Prozesse und dadurch die Klarheit in seinen Erkenntnissen zu den tatsächlichen Ursachen bzw. Zusammenhängen.
    Was macht man mit diesem „Wissen“?
    … auch eine Maximierung der Distanz zum „System“ bei 100% Orientierung auf die Vermeidung jeglichen Konfliktes mit dem „System“ bei gleichzeitiger 100% Optimierung seiner krisentauglichen Sicherheiten / Fähigkeiten (und der seiner eigenen „Gruppe“) ist eine legitimer Weg – erst recht, wenn man in realen Krisen die Dinge, zu denen der Mensch in diesen Situationen fähig ist, schon erlebt hat …
    … „hier“ ist noch keine Krise, da die systembedingten Krisen sich global verteilen und erst bis zu unseren „Rändern“ vorgedrungen sind … und dies ist auch eine Chance bzw. „Verpflichtung“ – nicht zuerst zum „helfen“ sondern eher zum „teilen“, nicht das teilen, was man übrig hat, sondern das, was man eigentlich selbst benötigt – wir müssen es zurückgeben, denen es „unser“ System (dessen Teil „wir“ durch still-weigen sind) genommen hat …
    … es ist eine intensive Auseinandersetzung mit sich und seinem Gewissen, mit seinem Menschsein … hoffnungsvoll

    Jede(r/s) ist Teil des Ganzen … auf geht`s

    z.B. http://www.youtube.com/watch?v=q49-P3e_JKI

    … die Menschheit hat nicht immer nur in egoistischen und gewalttätigen Zeiten gelebt

    🙂

  2. … auch eine Maximierung der Distanz zum “System” bei 100% Orientierung auf die Vermeidung jeglichen Konfliktes mit dem “System” bei gleichzeitiger 100% Optimierung seiner krisentauglichen Sicherheiten / Fähigkeiten (und der seiner eigenen “Gruppe”) ist eine legitimer Weg …

    Tja, Vermeidung jeglichen Konfliktes mit dem System läßt sich aber leider nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Der Zug ist auch abgefahren, ich dürfte inzwischen auf einer Verfassungsschutzliste stehen – Schublade „Reichsbürgerin“. Fragt sich nur: Sind es inzwischen wirklich über eine Million Leute, die ihre Personenstandserklärung oder etwas Ähnliches abgegeben haben? Woher stammt diese Zahl? Die letzte, die ich gelesen habe, war ca. 400.000.

  3. … zu der Zahl kann ich Dir nichts sagen, da diese rechtliche Wahr-nehmung sich erst seit „kurzem“ zu meiner „grundsätzlich“ menschlichen Wahr-nehmung gesellt. Der Begriff „Reichsbürger“ als Bezeichnung innerhalb der rechtlichen Betrachtung interessiert bzw. motiviert mich auch nicht vordergründig … es ist eher mein „gesunder Menschenverstand“ und das tiefe Bewußtsein dafür, das „alles“ mit einander zusammenhängt und wechsel-wirkt … und von daher bin ich über Deine hier gesammelten Erkenntnisse äußerst dankbar!

    zu Deiner Frage „aus dem Loch holen“ … vielleicht noch ein kurzer Bogen zum Anfangsbeitrag in deinem Blog 😉 https://freewomanontheland.wordpress.com/2012/02/15/hello-world/

  4. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es darüber Zahlen gibt und ebeno wenig, dass die Zahlen überhaupt die 100.000 erreicht haben.
    Der Frühwald hat schon vor zwei Jahren von 300.000 gesprochen und über den Frühwald brauche ich wohl nichts weiter zu sagen.

    Ja, der Bär, der Gute, der einzige den ich kenne, der es völlig richtig angeht. Ich wünsche ihm alles Gute.

    Grüße
    RoterWolf

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