Es ist schon sooo lange bekannt …

Standard

The money power which has been able to overshadow ostensibly responsible government is not he power of the merely ultra-rich but is nothing more or less than a new technique to destroy money by adding and withdrawing figures in bank ledgers, without the slightest concern for the interests of the community or the real role money ought to perform therein. … to allow it to become a source of revenue for private issuers is to create, first, a secrete and illicit arm of government, and last, a rival power strong enough to ultimately overthrow all other forms of government. An honest monetary system is the only alternative.

Dr. Frederick Soddy, 1921

Übersetzung:
Die Geldmacht, der es gelang, die vordergründig verantwortliche Regierung zu überschatten, ist nicht einfach die Macht der Ultrareichen, sondern nicht mehr und nicht weniger als eine neue Methode, Geld zu vernichten, indem in den Büchern der Banken Zahlen eingetragen und wieder gelöscht werden, ohne jede Rücksicht auf die Interessen der menschlichen Gemeinschaft oder auf die eigentliche Rolle, die Geld in dieser Gemeinschaft spielen sollte. … wer zuläßt, daß Geld eine Einkommensquelle privater Monopolisten ist, der schafft nicht nur eine geheime und unrechtmäßige Regierungsform, sondern damit auch einen mächtigen Rivalen, der am Ende alle anderen Regierungsformen beseitigen wird. Ein ehrliches Geldsystem ist die einzige Alternative.

1921 !

Und jeder, der sein Geld „arbeiten“ läßt, also Zinserträge erwartet und kassiert, macht sich mitschuldig an dem Wahnsinn. Wir können (normalerweise) als Einzelner nicht darüber bestimmen, wie andere ihr Leben leben sollen. Wir können auch nicht im Alleingang das „System“ ändern, oder jedenfalls nur in seltenen Ausnahmefällen à la Hollywood. Worüber wir aber immer uneingeschränkt bestimmen können – wenn wir nicht zu feige dazu sind – ist die Art und Weise, wie wir unser Leben leben und welche Werte wir damit unterstützen.

Und nichts anderes tue ich. Mein Leben, meine Regeln – mit Rücksicht auf andere Leben.

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  1. Schönes Fazit!

    Ein Ausschnitt aus einem Text von Étienne de La Boëtie (1530 bis 1563) der mir dazu gleich einfällt:

    Der Mensch, welcher euch bändigt und überwältiget, hat nur zwei Augen, hat nur zwei Hände, hat nur einen Leib und hat nichts anderes an sich als der geringste Mann aus der ungezählten Masse eurer Städte; alles, was er vor euch allen voraus hat, ist der Vorteil, den ihr ihm gönnet, damit er euch verderbe. Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht? Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt? Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind? Wie hat er irgend Gewalt über euch, wenn nicht durch euch selber? Wie möchte er sich unterstehen, euch zu placken, wenn er nicht mit euch im Bunde stünde? Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler des Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet, und Verräter an euch selbst? Ihr säet eure Früchte, auf daß er sie verwüste; ihr stattet eure Häuser aus und füllet die Scheunen, damit er etliches zu stehlen finde; ihr zieht eure Töchter groß, damit er der Wollust fröhnen könne; ihr nähret eure Kinder, damit er sie, so viel er nur kann, in den Krieg führe, auf die Schlachtbank führe; damit er sie zu Gesellen seiner Begehrlichkeit, zu Vollstreckern seiner Rachbegierden mache; ihr rackert euch zu Schanden, damit er sich in seinen Wonnen räkeln und in seinen gemeinen und schmutzigen Genüssen wälzen könne; ihr schwächet euch, um ihn stärker und straff zu machen, daß er euch kurz im Zügel halte: und von so viel Schmach, daß sogar das Vieh sie entweder nicht spürte, oder aber nicht ertrüge, könnt ihr euch frei machen, wenn ihr es wagt, nicht euch zu befreien, sondern nur es zu wollen. Seid entschlossen, keine Knechte mehr zu sein, und ihr seid frei. Ich will nicht, daß ihr ihn verjaget oder vom Throne werfet; aber stützt ihn nur nicht; und ihr sollt sehen, daß er, wie ein riesiger Koloß, dem man die Unterlage nimmt, in seiner eigenen Schwere zusammenbricht und in Stücke geht.

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/5225/1

  2. es macht sich letztendlich auch jeder mit strafbar, der steuern zahlt (bezogen auf die grösste lüge in der wir hier in dummland leben), jeder der einen kredit aufnimmt, seinen wagen least etc.
    und wie schon neulich bei dir angesprochen auch jeder der wählen geht

  3. Das sehe ich genauso!

    Aber mal eine Frage zur Praxis.
    Wie gehst Du, und gerne auch andere hier im Blog, vor?

    Meine Vorgehensweise:

    1.) Die Steuererklärung unterschreibe ich nur noch mit dem Zusatz „Unterschrift erfolgt unter Zwang“.
    – Hierzu habe ich mir überlegt, ob es nicht zusätzlich Sinnvoll wäre, die „Unterschrift“ mit dem Zusatz i.A. zu versehen und nur eine Paraphe dahinter zu setzen.

    2.) Die Steuerzahlung per Überweisung führe ich mit dem Vermerk im Verwendungszweck aus: „Zahlung erfolgt unter Vorbehalt“.
    – Meine aktuelle Überlegung ist, ob man auch hier nicht besser schreiben sollte: „Zahlung erfolgt unter Zwang“.

    LG, Frank

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