Freewoman und das Loslassen

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Die wichtigste Information, die sich aus dem Erlernen der Holographic-Kinetics-Methode für mich ergibt, ist eine eigentlich nicht neue Einsicht: Loslassen. Alles, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, alles, was was wir gedanklich benennen, wird verstärkt. Wer die Abwesenheit von etwas konstatiert, verstärkt diese Abwesenheit. Wer gegen Unfreiheit kämpft, fördert sie. Wer Freiheit als vorhanden denkt und lebt, erschafft sie.

Negative Denkmuster und Grundannahmen sind die ärgsten Feinde der Freiheit. Nichts entmachtet uns so sehr wie unser programmiertes Denken, Fühlen und Handeln. Die meisten Erwachsenen sind eigentlich kaum noch mehr als wandelnde Programmstapel – big piles of programs, wie es ein lieber Mitstudent ausdrückte. Drück auf eine Taste, und das Programm läuft ab. Drück auf eine andere, und das nächste rattert los. Trotz und Prinzipienreiterei sind auch nur Programme, die mit dem Leben nichts zu tun haben.

Jeder Behördenbrief eine geballte Ladung negativer Energie. Je mehr Gegenwehr, desto größer der negative Effekt. Jede emotionale Reaktion ein Punkt für die Gegenseite, denn sie hat erfolgreich Energie abgezapft.

Das ist die Theorie. Aber auch ich bin auch nach einer Woche „Grundreinigung“ noch voller solcher Programme und anerzogener Gewohnheiten.

Der Staat ist eine Organisationsstruktur vieler koordiniert handelnder Menschen. Je mehr Menschen koordiniert handeln, eine unso durchsetzungsfähigere Naturgewalt stellen sie dar. Naturgewalten stellt man sich nicht entgegen, man nutzt entweder ihre Kraft oder man meidet sie, wenn man Grund hat, handlungsfähig bleiben zu wollen – oder man bildet eine ähnlich starke Naturgewalt aus koordiniert handelnden Menschen. Die Kunst besteht darin, keine Angriffsfläche, keinen Ansatzpunkt, keine Konfliktbereitschaft zu bieten, solange man vor Ort allein auf weiter Flur steht.

Das klingt für manche sicher feige. Tatsache ist, es ist schwerer, bewußt nicht zu reagieren als sich mit heroischem Hurra in jede Kampfgelegenheit zu stürzen. Energieentzug lautet die Devise. Energieentzug für die Gegenseite und souveräne Selbstbeherrschung für die eigene. Don’t let Soul drive the bus.

Ich steig auf euer Spiel nicht mehr ein, Leute. Mein Spiel, meine Regeln. Taucht ihr in meinem Leben auf und interagiert mit mir, seid ihr in meinem ganz persönlichen Königreich. Ich bin Königin, mein Wille ist Gesetz, nicht eurer. Ich komm zu euch, wenn ich euer Spiel spielen will. Aber wartet nicht drauf.

Freewoman spielt ihr eigenes Spiel. Dazu gehört das Spielfeld freigeschaufelt von sichtbarem und unsichtbarem Kram, den sie nicht mehr braucht. Innen Aufräumen bringt unweigerlich auch einen gigantischen Subbotnik im Außenbereich mit sich. Je mehr Altlasten, desto mehr Energie geht an falscher Stelle verloren.

Freewoman räumt auf. Und läßt los. Energie muß fließen können. Hände, die halten, verlieren – einer meiner ältesten Wahlsprüche, deren Bedeutungsausmaß ich erst jetzt, nach dreißig Jahren, so richtig erkenne.

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  1. Loslassen ist eine entscheidende Komponente. In einem früheren Thread schrieb ich bereits, wie es mich befreite, wie dieser Ballast förmlich von mir abfiel. Minimalismus, reduziert auf das wirklich Wichtige und du kannst ohne Beklemmungen durchatmen, einfach herrlich.

    Was zusätzlich helfen kann, ist ein Luftballon, gefüllt mit Helium. Diesen Luftballon füllst Du zusätzlich mit dem geistigen Ballast, den Du gerne auf Nimmerwiedersehen sagen möchtest. Dann ab ins Grüne und fliegen lassen. Diesen Luftballon schaust Du solange nach wie nur möglich, …

  2. oder wie leary (ja, der pöhse…) es so absolut treffend formulierte:

    DOMESTIZIERTE PRIMATEN!
    ich finde das bringt es absolut auf den punkt, leider.

    „man nutzt entweder ihre Kraft…“ in diese richtung geht mein neues derzeitiges „konzept“, auch und grad in bezug auf meinen anderen kommentar bei dem „rundschreiben“ fred

    „mein wille ist mein gesetz“ ist absolut korrekt, allerdings frage ich mich wie du das in bezug auf unser duftes gefängniss anwenden willst?
    halt uns ja weiterhin aufm laufenden. dein blog ist mir der liebste geworden, alle anderen interessieren mich nur noch am rande, bzw da geht es eher um infos bzgl des voranschreiten des plans und meinem persönlichen zeitlichen ausrichten darauf, sprich vorbereitungen allumfassend umzusetzen.

    @grummel: „Minimalismus, reduziert auf das wirklich Wichtige“
    magst du das noch nen bisgen umfassender aufzeigen!?
    dank dir

    liebe grüsse nochmal

  3. Man muß lernen, Einladungen ins Spiel anderer zu erkennen und abzulehnen. Mein Wille, mein Gesetz gilt am ehesten dann, wenn mein Wille auch für mich selbst Gesetz ist. Das übe ich erst noch. Das war bisher die größte Hürde bei der Umsetzung meines aktuellen Lebensentwurfs. Wenn „nur“ ich was von mir wollte, war alles andere immer wichtiger. Problem erkannt und auf seine Ursache zurückgeführt: Glaubenssystem „Ich bin nicht wichtig“. Jetzt geht es noch um die obsoleten Handlungsgewohnheiten, mit denen mich meine Synapsen necken. 😉

  4. Ich könnte durchaus umfassender meine Erfahrung darin aufzeigen, aber so einfach will ich es all denen nicht machen, die nicht sehen, was ich damit aussagen will 🙂 Warum nicht? Ganz einfach, die Aussage von mir „Minimalismus, reduziert auf das Wichtige“, ist ein Zaunpfahl bei der Größe einer deutschen Eiche. Alles fängt im Kopf an, auch wenn er Anfangs ziemlich durcheinander ist, aufgrund jeglicher Propaganda und Gehirnwäsche. Der Wille des Gedankens an die Freiheit ist zuerst schwach ausgeprägt , aber greifbar. Jetzt gilt es durch einen inneren Ruck diesen zu festigen. Da hülfe bereits, das Fenster oder die Balkontür aufzureißen und kräftig diesem ganzen inneren Abfall die Richtung zu zeigen, wohin es geht; durch Kotzen aus dem Fenster oder über die Reling 🙂 Die erste Erleichterung stellt sich ein, so in etwa; der Anfang ist gemacht. Dann schaust Du Dich im Spiegel an und fragst, kennen wir uns eigentlich? Wer bist Du? Was willst Du? Nicht immer die vermaledeite Scheiße, ich weiß doch, was ich nicht will. Wichtig ist, was Du willst, weil, das ist viel schwieriger zu erkennen. Vorteil, es sind viel weniger Punkte. Welchen Ballast schleppe ich mit mir rum, sowohl physisch als auch psychisch?

    Ein Beispiel:
    Ich entscheide mich dafür, daß ich mehr zu Fuß gehen möchte. Ist es zu weit, was relativ ist, nehme ich den Bus. Konsequenz, brauche ich wirklich noch ein Auto? Auf einmal, Peng.
    Wenn dieses Auto nicht wäre, dann hätte ich doch keinen Ärger mit …….., da fängt es dann an, Freiheit aus einem ganz anderen Blickwinkel. Minimalismus hat angefangen und beinhaltet viel Freiheit

    Abendfüllenderweise könnte ich weiterschreiben. Hoffe innigst, daß ich trotzdem etwas beitragen konnte.

  5. kuck kuck und vielen dank!

    was soll ich sagen: das ist mir schon klar 😉
    ich bin nur interessiert an praktischen beispielen von menschen, die sich zum einem dem begriff der freiheit absolut bewusst sind und wie du schon erwähntest, die wissen was sie wollen.
    dein beispiel habe ich schon verstanden und sehe es genauso. aber bis zu welcher konsequenz tust du es? internet hast du ja anscheinend 😉

    lg

  6. einladungen anderer erkennen ist wie ich finde „realtiv“ einfach, also für jemanden der sich mit der dazugehörigen thematik schon ausgiebig beschäftigt, das klappt bei mir auch eigentlich sehr gut.
    vah, habs mir nochmals durchgelesen und glaube zu verstehen.
    d.h. ich muss mich noch ein wenig (so wie du voranschreitest) in geduld üben, bis du zu dem punkt gelangst, dass du auf der einen seite ggf vom system „eingeladen“ wirst, aber dein gesetz dem ggü steht und welches verhalten dann daraus entsteht.
    weeste was ich meine?

    ich wünsch dir einen wundervollen abend

  7. Welchen Sinn macht es über meine Entscheidungen zu schreiben und sie nicht umzusetzen? Desweiteren stehe ich nicht auf Seher und Aussteller.

    Es geht darum für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Und wer das tut, der zieht unweigerlich Konsequenzen. Alle anderen mögen sich weiter in ihrem ach so schrecklichem Schicksal suhlen. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Für diese Gruppe ist das Ende des Sklaventums erreicht, wenn sie andere für ihre Knöllchen aufwiegeln, die sie nicht bereit sind zu bezahlen. Sie werden immer Sklavenvieh bleiben.

    Und wer für sich Verantwortung übernimmt, der kommt unvermeidlich in den Minimalismus um Freiheit zu erreichen.

    Ich spiele nur da mit, wo ich auch spielen will. Nach Regeln, die ich für mich verantworten kann. Das heißt, wenn es nicht anders geht, nach meinen Regeln.

    Internet habe ich solange wie es möglich ist. Ich werde nicht sterben, wenn es nicht mehr zugänglich ist. Da hat eher die Diktatur ein Problem.

    Zu Minimalismus gehören Bücher, Papier und Stifte, die man notfalls in die Hosentasche stecken kann.

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