Staatsangehörigkeit und Zwangsmitgliedschaft, Teil 2

Standard

Staatsschuldenlüge kommentierte:
„was halt noch nicht ganz klar ist, warum Staatsangehörige /= Mitglieder der Körperschaft, aber Verwaltungsmitglieder /= Körperschaft der Staatsangehörigen sein sollen, und sich daraus her ableitet, das der benannte Staat eben kein Staat ist, weil er so nur aus den Verwaltungsmitgliedern bestehen würde.?!“

Ich glaube, das hast du mißverstanden. Was ich (bis auf Weiteres) meine, ist, daß Staatsangehörige zwar auch Mitglieder von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sein können, aber nicht in ihrer Eigenschaft als Staatsangehörige. Sie können z.B. Zwangsmitglieder in einer Innung oder einer Handwerkskammer sein, wenn sie das entsprechende Handwerk ausüben. Das wurde mal so eingerichtet, um die Qualität und den guten Ruf des ausgeübten Handwerks („Eine Schande für die ganze Innung!“) zu sichern. Und um sich in Notsituationen organisiert gegenseitig beistehen zu können. Das ist dann auch peu à peu intern mißbraucht worden und aus dem Gleis geraten. Wir erinnern uns: Meister konnte man nur werden, wenn man die Tochter eines Meisters heiratete, egal, wie hervorragend man das Handwerk beherrschte …

Jedenfalls sind solche Zwangsmitgliedschaften eine andere Geschichte als die Hoheitsfrage auf Völkerrechtsebene:

Wenn ich dem Staat meine Hoheitsrechte aus dem Indigenat übertrage, damit er mich besser vor Übergriffen schützt als ich es selbst kann – dann ist der Staat mir gegenüber verpflichtet, nicht ich ihm. Ich bin sein Vorgesetzter, er hat meine Erwartungen zu erfüllen, soweit sie den ihm übertragenen Aufgaben entsprechen. Er gehört mir, zumindest anteilig. Und das Volkseigentum, das er verwaltet, genauso. Er ist mir gegenüber rechenschaftspflichtig. Ich gebe ihm seine Macht, und ich kann sie ihm wieder entziehen.

Wer aber für den Staat arbeitet, der ja Menschen als seine entscheidenden und handelnden Organe braucht, der ist seinerseits dem Staat verpflichtet und und diesem Rechenschaft schuldig. Dem Staatsangehörigen mit Anspruch auf Schutz durch den Staat gegenüber ist der Staatsbedienstete sozusagen doppelter Diener. Das ist ein Verhältnis wie zwischen Aktionär eines Unternehmens zum Manager oder sonstigen Angestellten eines Unternehmens.

Und der Staat selbst ist natürlich auch eine Körperschaft, da er Menschen braucht, die für ihn handeln. Aber er ist eben eine Körperschaft mit privatem Charakter, weil er ausschließlich freiwillige Mitglieder hat. Niemand wird schließlich gezwungen, Staatsbediensteter zu werden. ^^ Die unterschreiben alle freiwillig ihre Dienstverträge. Insofern ist ein Staatsbediensteter zwar ein Mitglied der Körperschaft Staat, aber eben nicht Zwangsmitglied einer K.d.ö.R.

Ein Staatsangehöriger, also der Aktionär, kann durchaus irgendwo auch Zwangsmitglied in irgendeiner K.d.ö.R. sein, z.B. als Lehrer oder Anwalt oder was weiß ich – aber diese K.d.ö.R. kann nicht der Staat selbst sein, dem er die Staatsgewalt übertragen hat und dem er sie wieder entziehen kann! Genauso wenig kann er Zwangsmitglied seiner Gemeinde sein! Was wir hier haben, ist der ultimative Mißbrauch des Konzepts der öffentlich-rechtlichen Körperschaft: die Entmachtung des Souveräns, die Degradierung des Aktionärs zum unbezahlten Hampelmann der Belegschaft!

Der Staatsbedienstete kann eigentlich nirgendwo Zwangsmitglied sein – dafür hat er aber auch keine Rechte als Vorgesetzter des Staates mehr! Der Aktionär kann schließlich nicht ohne gravierenden Interessenkonflikt in untergeordneter Position für das Unternehmen arbeiten, das ihm gehört, sagen wir als Büromitarbeiter des Managements. Oder als Hausmeister. Er müßte in seinem Interesse als Eigentümer im Zweifelsfall gegen die Anweisungen seiner Vorgesetzten verstoßen. Er wäre als Angestellter seines eigenen Unternehmens aus Sicht seiner Vorgesetzten immer potentiell unzuverlässig. Das gilt auch für Staatsbedienstete. Um dem Staat zuverlässig dienen zu können, darf man dem Staat nicht vorgesetzt sein.

Innerhalb jeder Körperschaft gelten die körperschaftsinternen Regelungen, klar. Sowohl in privaten wie in öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Die privaten (einschließlich Staat) dürfen nur über ihr eigenes Gelände herrschen, im Falle des Staates also über staatliche Gebäude und Grundstücke. Über diese internen Zuständigkeitsbereiche hinaus muß der Staat die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen, zu deren Zweck er überhaupt nur existiert. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben muß er aber die Freiheit seiner Vorgesetzten respektieren. Er kann von ihnen nur Gehorsam fordern im Zusammenhang mit Aufgaben, die er von diesem Vorgesetzten auch übertragen bekommen hat, und der Vorgesetzte ist nur zu Gehorsam verpflichtet im Rahmen der öffentlichen Ordnung, so wie der Aktionär sich auf dem Gelände seines Unternehmens gutwillig an die internen Regeln halten sollte, um zur Ordnung in seinem Unternehmen beizutragen. (Alles sehr idealistisch, ich weiß, aber das ist in etwa das Soll. Vom Ist reden wir mal nicht, es macht ja fast nichts mehr Sinn in der Realität.)

Was hier und anderswo in der westlichen Welt passiert ist, ist, wie ich schon mal schrieb, ein gewisser Frankenstein-Effekt. Die Kreatur übernimmt die Herrschaft über ihren Schöpfer. Der Staat vereinnahmt seine Vorgesetzten, schanzt sich – angeblich in ihrem Auftrag und zu ihren Gunsten – permanent neue Machtfülle zu, wuchert wie ein Krebs und zwingt die Vorgesetzten mit der Gewalt, die sie ihm übertragen haben, zu Sklavenarbeit. Nur noch etwa 15% des erarbeiteten Einkommens hat der Arbeitende wirklich für sich selbst zur Verfügung, wenn man alles zusammenrechnen würde. Und was er davon noch gespart hat, ist seit Zypern auch nicht mehr sicher …

Staatsschuldenlüge kommentierte:
„Auch das Art 116 GG die Zwangsmitgliedschaft in einer seit 1990 entstandenen Personalkörperschaft begründet ist nicht klar, und warum die Gebietskörperschaft erloschen sein soll.“

Nicht? Nun, das Grundgesetz definierte bis 1990 seine Geltung territorial über Art. 23, wo genau die Länder aufgelistet wurden, in denen es gelten soll. –> Gebietskörperschaft

Seit dem 03.10.1990 definiert es seine Geltung über die Staatsangehörigkeit:

„Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“

In Art. 116 wird dann nochmal definiert, wer dazugehört. –> Personalkörperschaft

Für zweckdienliche Hinweise auf Denkfehler bin ich wie immer dankbar. 🙂

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  1. oh sorrry habs ausser meinem Zitat noch nicht gelesen, aber das muss heißen
    „aber Verwaltungsmitglieder = Körperschaft der Staatsangehörigen sein sollen,“

    GLEICH, nicht UNGLEICH im Zweiten Teil des Kommentars

  2. heee oder hab ichs doch richtig formuliert, jetz bin ich selber verwirrt. Ich glaub ich habs doch richtig formuliert ?…ich schaus mir später nochmal an.

  3. OK erstmal zu Art 116 und den „Deutschen“, Das GG gilt nicht für die „Deutschen“ in Schlesien….guck ma hier die gibt es noch, wer hätte das gedacht, und nach der Definition des GG in den Grenzen von 1937 sind das also „Deutsche“:

    Es ist doch eher anders. Die Bundesgewalt erstreckt sich nur über die Gebietskörperschaft, und nur so. Und die echten BRD-Staatsbürger sind die Eingebürgerten im Inland. Nur die fügen sich in die BRD über eine Personalkörperschaft ein weil unterschreiben eine Loyalitätserklärung zur BRD. Die die im Ausland eingebürgert werden brauchen das nicht.
    Deutsche im Ausland scheinen eine andere Rechtstellung als Deutsche im Inland zu genießen.

    Vergleiche:

    BVA Einbürgerungsantrag ohne Loyalitätsabkomen für Ausländer im Ausland:
    http://www.bva.bund.de/cln_321/nn_2172998/DE/Aufgaben/Abt__III/Staatsangehoerigkeit/Einbuergerung/Ermessenseinbuergerung/AntraegeMerkblaetter/Ermess__Antrag1P,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Ermess_Antrag1P.pdf

    Einbürgerungsantrag NRW mit Loyalitätsabkommen zur BRD:
    https://formulare.duesseldorf.de/servlet/com.burg.pdf.FillServlet?sid=ravDhVKkQVGqKvV6MZ1524Dq2CfG4mKq&g=p.pdf

  4. Nun zu dem ersten Teil.
    Keine Ahnung ob du mich verstanden hast, aber ich meinte natürlich nur die Gebietskörperschaften die den Staat angeblich bilden.

    Ja und da die oberste Executive (Regierung) sich aus der Legislativen bildet ist das keine Gewlatenteilung.

    Exekutive dürfte eigentlich nur aus Beamte und staatssekretären bestehen nur ausführend/ verwaltend aber nicht gestaltend, Da dürfte überhaupt kein Parteinschmuh drinstecken, denn das is ja gestalterischer Willensausdruck des Souveräns/ des Volkes in der Legislativen.

    Deswegen die Staatsangehörigen – > die Legislative kann sich niemals selber berufen zu regieren.
    Die Staatsbürger/ Verwaltungsbeamten in der Exekutiven können wiederum niemals den Aktionär/ den Souverän die Legislative spielen.

    Also je mehr ich das durchdenke um so mehr Sinn macht das Reichsmodell.

  5. Noch ein interessanter Artikel der zur Thematik passt vom fb blogger „knowledge is true“ :

    Die Polizei ist Schuld

    (Drucken und in Briefkästen der Polizeistationen werfen)

    Heute spreche ich über ein paar Sachen, die mich an der Wahrheits- und an der Freiheitsbewegung ziemlich stören. Ich werde über ein paar sehr häufige Fehler und Missverständnisse sprechen zu denen es kommt, wenn die Leute über die Gesellschaft reden, das Bankensystem, die Politik und die Probleme in der Welt und wie die Welt eigentlich sein sollte.

    Mir ist aufgefallen, dass sich viele Leute auf Probleme konzentrieren, die nicht das Kernproblem sind. Und das ist ein Problem, weil es sinnlos ist, sich auf etwas zu konzentrieren, das nicht die wesentliche Ursache der vielen Probleme ist. Es kommt darauf an, die tatsächliche Ursache der Probleme auf der Welt zu verstehen, wenn wir die Welt zum Besseren verändern wollen.

    Es ist ungefähr so wie mit dem Körper und mit Gesundheit und mit Krankheit. Wenn man krank wird oder ein Symptom auftaucht, wie zum Beispiel ein Hautausschlag, dann wissen die meisten, dass es sinnlos ist, nur das Symptom zu behandeln. Es ist wichtig, auch die eigentliche Ursache herauszufinden. So ergibt das einen Sinn.

    Irgendwas ist im Körper aus dem Gleichgewicht geraten. Vielleicht war es eine Vergiftung, vielleicht hast du was Falsches gegessen. Irgendwas muss vorgefallen sein, was die Ursache für dieses sekundäre Gesundheitsproblem war, das du äußerlich feststellen kannst.

    Mit der Gesellschaft ist das genau das gleiche. Ich gebe euch mal ein Beispiel: Viele Leute schauen sich Filme wie Zeitgeist oder Money as Debt an und erfahren einiges über das Zentralbanksystem und über die Tatsache, dass die Bank das Geld aus dem Nichts entstehen lässt und dass es keine Golddeckung gibt, über das Mindestreservesystem verleihen sie mehr Geld als sie haben und das alles und sie verlangen Zinsen für das Geld, das sie herausgeben und diese müssen zusammen mit dem ausgeliehenen Geld zurückgezahlt werden, so dass man noch mehr Geld ausleihen muss, um alles zurückzuzahlen und dann wegen der Zinsen noch mehr ausleihen muss, um alles zurückzuzahlen usw. und so gerät die Staatsverschuldung einfach vollkommen außer Kontrolle. Die Leute sind für immer wegen dieses Systems versklavt. Es ist unmöglich, alles zurückzuzahlen, weil immer noch mehr ausgeliehen werden muss, um die bestehenden Schulden und Zinsen zurückzuzahlen.

    Das ist alles vollkommen richtig. Problematisch wird es, wenn man sich zu stark auf dieses Thema fixiert. Dieses Thema ist nämlich nicht die Ursache der Probleme. Nein, nein, nein.

    Die Ursache der Probleme ist, dass die Polizei die Gesetze dazu verwendet, euch dazu zu zwingen, dieses System zu benutzen. Das ist die eigentliche Ursache.

    Wenn die Polizei die Gesetze nicht vollstrecken würde, wenn sie die Steuern nicht einziehen würde und euch dazu zwingen würde, das Geldsystem zu benutzen, könntet ihr ein anderes Geldsystem aufbauen.

    Aber die Regierung verlangt Steuern, zum Beispiel Grundsteuer, Einkommensteuer, Kfz-Steuer und alle anderen Steuern und die Polizei vollstreckt die Steuergesetze und das wiederum zwingt euch dazu, dieses Geld- und Bankensystem zu benutzen.

    Das geschieht unter Androhung von Gefängnis, also unter der Drohung, in Handschellen abgeführt zu werden. Und ganz nebenbei: Es sind schon einige ins Gefängnis gekommen, weil sie alternative Währungen geschaffen haben, um die Regierung mit Ausweichmöglichkeiten zu konfrontieren.

    Die Androhung von Gewalt ist das Kernproblem. Die Vollstreckung von Gesetzen ist die Initiierung von Gewalt und das ist es, was zu den Sekundäreffekten führt, also zum Beispiel zum Zentralbanksystem und Mindestreservesystem usw.

    Wenn ihr euch also das ganze Wahrheits- und Verschwörungszeugs im Internet anschaut, also Krieg, Chemtrails, Gentechnik in Lebensmitteln, Impfung von Kindern, Schulpflicht, Propaganda, korrupte Politiker, Bankenskandale … die Liste lässt sich unendlich fortsetzen…Ich möchte nur deutlich machen: Das sind alles Sekundärprobleme, die nur entstehen können, weil die Polizei die Gesetze vollstreckt. Und es ist sehr sehr wichtig, immer daran zu denken, dass die Vollstreckung von Gesetzen mit Gewalt erfolgt. Durch Drohungen, Pistolen und Handschellen zwingen sie euch, irgendwas zu machen. Die Gesetzesvollstreckung ist Gewalt und das ist es, was die ganzen anderen Probleme hervorruft.

    Wenn es keine Polizei gäbe, die die Gesetze vollstreckt, würden die ganzen anderen Probleme in sich zusammenbrechen und spurlos verschwinden, weil niemand dazu gezwungen wäre, daran teilzunehmen. Aber wenn alle dazu gezwungen werden, daran teilzunehmen ist das anders – und das ist es, was Gesetze eigentlich bedeuten.

    Das Kernproblem ist die Initiierung von Gewalt und das ist der Grund dafür, warum es so wichtig ist, das Nichtaggressionsprinzip zu verstehen.

    Es ist unmöglich, mit jemandem über die ganzen gesellschaftlichen Probleme auf der Welt zu sprechen, wenn zwischen freiwilliger und gewaltsam erzwungener Interaktion kein Unterschied gemacht wird.

    Das ist es, was mich so aufregt: Die Leute machen Gier und Geld für alles verantwortlich, obwohl sie nicht dafür verantwortlich sind! Es ist vollkommen sinnlos über Gier und Geld zu sprechen, wenn nicht unterschieden wird, ob dieses Geld mittels Zwang und Gewalt beschafft wurde oder aus freiwilligen Interaktionen stammt. Wenn hier kein Unterschied gemacht wird, ist es sinnlos darüber zu sprechen.

    Wenn es um Unternehmensgewinne geht und um Gier und Monopole ist der einzige Grund dafür, warum Monopole wie Ölkonzerne oder Pharmakonzerne oder Rüstungskonzerne oder die Großbanken entstehen – der einzige Grund dafür ist, dass sie von ganz bestimmten Gesetzen oder Lizenzen profitieren und diese werden gewaltsam durch die Polizei durchgesetzt. Diese Monopole existieren künstlich durch die Vollstreckung der Gesetze. Und das ist kein Ergebnis der Profitgier, sondern es ist eine Folge der gewaltsamen Gesetzesvollstreckung.

    Es ist also unmöglich, über Gier zu sprechen, wenn nicht unterschieden wird, ob zur Befriedigung dieser Gier Menschen gewaltsam zu etwas gezwungen werden oder ob ihnen etwas angeboten wird, was sie freiwillig in Anspruch nehmen und bezahlen wollen. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Und immer wenn ihr mit jemandem diskutiert, der hier kein Unterschied macht, wisst ihr sofort, dass er nicht weiß, worum es eigentlich geht.

    Die Initiierung von Gewalt ist das Kernproblem auf dieser Welt.

    Ich hoffe, das hat euch geholfen, bitte verbreitet diesen Text und informiert euch weiter über Voluntarismus und das Nichtaggressionsprinzip – das ist das Kernproblem, auf das es ankommt, wenn wir in einer friedlicheren Welt leben wollen.

  6. Ja, da war dein Kommentar wirklich nicht klar genug formuliert, bzw. ich habe nicht lange genug darüber nachgedacht, um vielleicht doch noch drauf zu kommen, was du eigentlich meintest. Ich bin meiner Assoziation gefolgt.

    Und ja, da stimmt einiges hinten und vorne nicht. Z.B. die formulierte Geltung „das gesamte Deutsche Volk“. Ist dir hier schon mal die ungewöhnliche Großschreibung von „deutsch“ aufgefallen?. Großschreibung = Eigenname = andere als die allgemeine, kleingeschriebene Bedeutung, meist definiert im Sinne des betreffenden Vertragstextes. Die vorher ja auch aufgezählten Deutschen (als die in den genannten Bundesländern) bilden das Deutsche Volk im Gegensatz zum deutschen Volk, das anders definiert ist, nämlich sich nicht nach Wohnsitz in den Bundesländern, sondern nach ihrer Volkszugehörigkeit richtet. Solange du in einem der Bundesländer wohnst, gehörst du zum Deutschen Volk. Die anderen Deutschen gehören zum deutschen Volk. Oder so. Jedenfalls dürfte die Großschreibung nicht absichtslos erfolgt sein.

    Und ja, natürlich erstreckt sich die Herrschaftsgewalt der Bundesrepublik praktisch auf das Territorium ihrer Länder, die gemäß ihren Verfassungen ganz klar definierte Gebietskörperschaften sind. Von ihrer rechtlichen Grundlage, dem Inhalt des Grundgesetzes her aber, bezieht sich diese Herrschaftsgewalt seit 1990 aber ausdrücklich auf Menschen mit einer besonderen Eigenschaft, nämlich zu den Deutschen zu gehören, für die das Grundgesetz laut Präambel gelten soll. Fehlende Rechtswirkung einer Präambel hin oder her.

    Interessant aber auf jeden Fall, daß die Deutschen, die ihre Staatsangehörigkeit per Indigenat haben, nie ihre Loyalität zur BRD beeiden, außer wenn sie bezahlt für sie arbeiten (Diensteid), die Eigenbürgerten aber schon. Das heißt aber nicht, daß die nun Staatsangehörige der Bundesrepublik wären. Denn die Bundesrepublik ist immer noch K.d.ö.R. und kann selbst nur Zwangsmitglieder oder Angestellte haben. Was sie dann mit den Eingebürgerten hat, sind deutsche Staatsangehörige (denn diese Staatsangehörigkeit vergibt sie treuhänderisch), die mit ihrem Eid einen Diensteid auf die Bundesrepublik ablegen und so gewissermaßen unbezahlte Angestellte der Bundesrepublik werden.

  7. Das mit der Groß Klein Schreibung hat mich Klaus auch schon drauf aufmersam gemacht.

    Deutscher Staatsangehöriger = Deutscher
    deutscher Staatsangehöriger = Staatsangehöriger der eventuell Deutscher ist.

    Seite 70 ff. §§ 63 und 64

    http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf

    Deutsche sind schon ein wenig bekloppt, aber deshalb weil wir so sind ist unser Recht so einzigartig und unfehlbar. Das ist auch der Grund warum man Deutsch am liebsten durch eine Neandertalersprache, Englisch ersetzen will.
    ——————–

    Dann kommt noch hinzu solange ein Adjektiv kein Teil eines Eigennames ist, ist es im Rechtsverkehr bedeutungslos bzw nur eine Glaubhafmachung. So Klaus, aber ich finde keine Quellen dazu, er meint das hätte ihm ein Banker erzählt.

  8. das Englisch wohl mit die Wortreichste Sprache ist weiß ich auch, das war ein zynisches Zitat von Klaus…habs nich richtig gekennzeichnet..

    Er wollte nur darauf aufmerksam machen das beide Sprachen die gleichen Wurzeln haben und „Altdeusch“ wohl eher der Ursprung vom heutigen Englisch ist…so wie ich das verstehe. Schau dir Ostfriesisch an, das is halbes Englisch.

  9. Ja un was is denn nun mit deinem Stellung zu meiner Ausführung oben, das Rechtsnachfolger über Subjektidentität steht? Das wäre dir ein fataler Fehler unterlaufen, das kann ich mir kaum vorstellen, weil du bisher ja alles richtig gemacht hast.

  10. „Ja und da die oberste Executive (Regierung) sich aus der Legislativen bildet ist das keine Gewlatenteilung.“

    Meines Wissens erläßt nicht die Regierung die Gesetze, sondern der Bundestag. Die Regierung samt Verwaltung setzt diese Gesetze dann um bzw. soll es tun, daher Exekutive.

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