Austrocknung des menschlichen Erfindergeistes

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Derzeit wenig Neues aus meiner eigenen Denkküche. Zuviel praktische Arbeit verhindert zeitaufwändiges konzentriertes Recherchieren und Formulieren. Aber beim Morgenkaffee stieß ich auf diesen interessanten Aspekt der Menschheitskrise:

„Das besonders Fatale: Man kann die entstandene Situation weder stabilisieren noch gar aus der Welt schaffen. Auch die politischen Ideologien taugen längst nicht mehr zur Lösung der gewaltigen Probleme. Wo steht etwa bei Karl Marx etwas über die Begrenztheit materieller und ideeller Ressourcen? Oder bei Ludwig Erhard, Schumpeter, Keynes usw.? Überdies verschlechtert sich die Situation so rasch und dramatisch, dass man gar nicht genug Zeit hat, entsprechend zu reagieren. Institutionen wie die UNO, oder die im GATT bzw. WTO zusammengeschlossenen Staaten, waren in kurzsichtiger Weise überhaupt nicht daran interessiert, dass sich im Bereich Patent- und Technologiewesen etwas zum Gerechten wendete.

Die einzige denkbare Möglichkeit, das Desaster noch abzufangen, wäre eine Weltordnung, die diese Probleme aus religiöser Sicht zu begreifen und anzugehen versucht, wobei man aber praktisch alle etablierten Religionen ausschließen kann. Sie hatten weder zur vergangenen noch zur gegenwärtigen Weltsituation irgendeine Antwort, und was die Zukunft betrifft, schon gar nicht. Dies betrifft ja auch die unglaublichen sozialen Umwälzungen, die schon in wenigen Jahren durch neue biologische und medizinische Erkenntnisse, durch die Gentechnik und durch andere verwandte Methoden auf uns zukommen werden … „

Der Text ist übrigens 10 Jahre alt, was den inhaltlichen Stand der Dinge angeht.

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  1. Austrocknung des menschlichen Erfindergeistes mit noch ungeahnten Folgen.

    „Da wird man sich schon etwas einfallen lassen“, ein Satz, der gerne dann ausgesprochen wird, wenn es um große Fragen und gravierende Probleme geht.

    In den vergangenen Wochen zum Thema Lagerung von Atommüll wurde zum ersten Mal recht deutlich, wir haben keine Ideen mehr, wobei besonders die Franzosen leicht nervös und beunruhigt auf die Deutschen zu blicken scheinen. Die Auswirkungen der 68er auf das Bildungswesen lassen nun langsam grüßen.

    Es ist beinahe rücksichtsvoll der Masse der zu Alimentierenden nicht gleich auf die Nase zu binden, dass es in letzter Konsequenz allein dieser Erfindergeist ist, von dem sie ihre tägliche „Speisung“ erhalten und dass genau dieser Erfindergeist aufgrund der wenigen Bodenschätze schon immer unser einziges echtes Kapital war.

    Die zu Alimentierenden mögen im Moment glauben, man könne sich beliebig das Geld zusammenspekulieren, drucken oder anderen abnehmen, das man zur Zeit aus dem Fenster wirft, aber um den Erfindergeist in den Menschen wieder zu beleben, ihm ein geeignetes Klima und ein geeigneten Boden darzubieten, damit darauf etwas gedeihen kann, das könnte Generationen brauchen, wobei das heutige Klima aus Denkverboten, Dogmen, Paragraphen, Gesetzen und Verordnungen sicher paradiesisch für einen jeden Schildbürger und Orwellianer sein mag, aber ganz sicher nicht für Erfinder und erst recht nicht für Genies.

  2. Eine Ergänzung: Und zwar über den Erfindergeist und über das Klima für Erfindungen und Entwicklungen bevor „Die Achse des Guten“ hier mit der Wühlarbeit beginnen konnte, so schreibt Maria Lourdes ganz richtig:

    „Denn man hatte erkannt, dass die Deutschen den Westmächten in der Grundlagenforschung und in der Entwicklung neuer Ideen auf fast allen Gebieten der modernen Wissenschaften und Technikbereiche um Jahre voraus waren.“

    Quelle: http://lupocattivoblog.com/2013/05/25/die-hintergrunde-der-weltpolitik-in-verstandlicher-weise-vermittelt/

    Man kann dabei nur ahnen, welche Erkenntnisse möglicherweise damals noch gewonnen wurden und die der Menschheit eventuell sogar vorenthalten werden.

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