DNA

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Im Zellkern fast jeder Zelle des Menschen befindet sich die chromosomale DNA, bestehend aus autosomaler DNA (von beiden Eltern), aus Y-chromosomaler DNA (nur vom Vater vererbt, dann Junge) und X-chromosomaler DNA (von beiden Eltern möglich, dann Mädchen).

Es ist für den Laien sehr schwer zu verstehen, warum die väterlich vererbten Y-DNA-Haplogruppen in keiner direkten Verbindung zu den angeborenen, körperlichen Merkmalen eines Menschen stehen, sondern nur etwas über rein genetische Verwandtschaft, also die biologische Abstammung aussagen.

Die autosomale DNA dagegen, die das konkrete Aussehen eines Menschen bestimmt, wird aus den durch die genetische Verwandtschaft väterlicher- wie mütterlicherseits zur Verfügung stehenden Bausteinen bei jedem Menschen individuell wild zusammengewürfelt und sagt  nur äußerst unzuverlässig etwas aus über die genetische Abstammung. Ein schönes Beispiel dafür ist Kamerun, in dessen Norden über 60% der (schwarzen) Bevölkerung zur Haplogruppe R1b gehören, die eng mit der Verbreitung der indoeuropäischen Sprachfamilie korreliert. Davon sehen die Kameruner weder „arisch“ aus noch sprechen sie eine indoeuropäische Sprache noch gehören sie einer europäisch geprägten Kultur an …

Merke:

Deine autosomale DNA sagt dir, wie du aussiehst.

Deine Y-DNA-Haplogruppen sagen dir, warum du so aussehen kannst.

Womit wieder einmal für alle Völkischen gezeigt wäre: Das „Blut“ hat weder etwas mit dem Aussehen noch mit der Sprache noch mit der Kultur eines Menschen zu tun. Es gibt Überschneidungen, aber keine der Kategorien bedingt notwendig die der andere. Niemand kann auf Grund seiner genetischen Abstammung vernünftigerweise verpflichtet werden, einer bestimmten Kultur anzugehören. Niemandem kann es auf Grund seiner genetischen Abstammung vernünftigerweise verwehrt werden, einer bestimmten Kultur anzugehören.

Ein schwarzafrikanisch Aussehender kann vorwiegend indoeuropäische DNA haben und mit Japanisch als Muttersprache und Kultur aufgewachsen sein. Ein blonder, blauäugiger „Arier“ kann vorwiegend afrikanische DNA haben, von einer Indianerin geboren worden und unter australischen Aborigines aufgewachsen sein.  Und zwar nicht nur theoretisch. ^^

Hinweis: Falls mir Verständnis- oder Formulierungsfehler unterlaufen sind, bitte ich um Hinweis. Danke. 🙂

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Eine Antwort »

  1. Zwei kurze Hinweise:

    Der Wahrheitsgehalt der molekularen Genetik seit 1944 aus den USA dürfte in etwa gleich dem Darwinismus sein und beide dienen denselben Kräften. Das Modell, dass es ein Buch des Lebens gäbe, worin alles abzulesen wäre, was uns ausmacht, ist falsch. siehe dazu Dr. Lanka, Vortrag Tamiflu, ab ca. 1:04:00.

    Der nachfolgende Gedanke aus der Anthroposophie scheint der Wahrheit möglicherweise näher zu kommen, da heißt es:

    „Im Blut lebt die eigentliche Seele“.

    Zugegebenermaßen, davon steht nichts in den Nukleinsäuren. 😉

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