GEZ, zweite Runde

Standard

Nachdem die GEZ mir letztes Jahr nach diverser Korrespondenz und Nichtzahlung meinerseits am Ende ein ausgeglichenes Konto bestätigt hatte, versucht sie es seit Jahresanfang und neuer Gesetzeslage von Neuem. Ich schreibe diesmal:

Ihre diesjährigen Geschäftsangebote (XXX XXX XXX und XXX XXX XXX)
Mein Gegenangebot

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre diversen diesjährigen Geschäftsangebote. Leider kann ich sie nach wie vor nicht annehmen und lehne sie daher sämtlich ab. Folgendes Gegenangebot kann ich Ihnen jedoch unterbreiten für die Dienstleistung

Vertretung im Rechtsgeschäft –     ohne Haftungsübernahme

durch mich, die Trägerin aller originären Rechte an dem Namen „XXXXX XXXXX“, für die bundesdeutsche Rechtsperson „XXXXX XXXXX“, Trägerin rein derivativer Rechte dieses Namens:

Standardstundensatz je angefangene Stunde von 10kg Silber

bzw. dem entsprechenden tagesaktuellen geldlichen Gegenwert zum Zahlungszeitpunkt (Gegenwert zum Angebotszeitpunkt: ca. 5540,00 EUR),

sowie 50.000,00 EUR Einzeleinsatzgebühr.

Ich berechne je Auftrag mindestens eine Stunde zzgl. Einzeleinsatzgebühr.

Der geschätzte Betrag von 105.540,00 EUR ist gegen Rechnung und Quittung bar bzw. physisch im Voraus zu zahlen. Nach vorausbezahlter Dienstleistungserbringung folgt meine Schlußrechnung über die je Auftrag tatsächliche aufgewendete Zeit. Eventuelle zuviel vorausbezahlte Vergütung erstatte ich Ihnen selbstverständlich umgehend in bar bzw. physisch zurück.

Bevor ich wunschgemäß für Sie tätig werden kann, benötige ich außerdem noch folgende Angaben:

  1. Name und ladungsfähige Anschrift des persönlich haftenden Auftraggebers
  1. vom persönlich haftenden Auftraggeber handunterschriebene Auftragsbestätigung mit voraussichtlicher Dauer der Einsatzzeit
  1. vom persönlich haftenden Auftraggeber handunterschriebene, klar definierte Aufgabenbeschreibung.

Ich freue mich auf Ihren Auftrag zu meinen Bedingungen und bestätige, daß bisher keinerlei Verbindlichkeiten zwischen uns bestehen, da ich, eine geborene Trägerin von Hoheitsrechten in diesem Land, alle mir von Geburt an zustehenden Hoheitsrechte in diesem Land selbst wahrnehme und Sie mir gegenüber also keinerlei Rechte haben, solange ich sie Ihnen nicht ausdrücklich per Hoheitsakt übertrage.

Wichtiger Hinweis:

Sollten Sie die Angelegenheit weiterverfolgen, ohne auf mein o.g. Gegenangebot einzugehen, gilt mein oben beschriebenes Gegenangebot als vom jeweiligen Sachbearbeiter rechtsverbindlich, zahlungspflichtig und persönlich haftend angenommen und Ihr Auftrag entsprechend erteilt!

Sie gehen mit der Weiterverfolgung der Angelegenheit wissentlich einen rechtswirksamen Vertrag zu meinen o.g. Bedingungen ein und verpflichten sich persönlich zur Zahlung bzw. zur persönlichen Haftung für alle Folgen bei vertragswidriger Nichtzahlung.

Für alles Weitere verweise ich auf unsere Korrespondenz vom vergangenen Jahr.

Seien Sie herzlich gegrüßt von

XXXXX XXXXX
(Mensch in natürlicher Person)
Alle Rechte vorbehalten

———————–

Zur Erklärung: Auf die originären Rechte an meinem Namen kann ich pochen, weil mein rechtsgeschäftlicher Name wirklich 100% einzigartig ist und ich ihn bei Heirat durch meine Wahl selbst in seiner heutigen Form geschaffen habe. Bei anderen, deren Kombination aus Vornamen und Familiennamen mehr als einmal vorkommt, müßte er wohl an das Geburtsdatum mit Geburtsort zu koppeln. Das ist nur meine Vermutung, genau weiß ich es nicht, weil ich selbst es in dieser Hinsicht schön einfach habe.

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  1. Gefällt uns.

    Wir schließen keine Verträge ab, egal welche schicke Namen solche Verträge auch haben mögen. Basta !

    Unserem Bürgermeister haben wir das auch mitgeteilt. Null Antwort..

    Betreff: Vertragsgegenstand

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

    seit kurzer Zeit verwendet die Stadtverwaltung überraschend oft das Wort

    „VERTRAGSGEGENSTAND“

    in Veröffentlichungen und Formularen.

    Veranlagung Vertragsgegenstand beginnend mit 1003, 1007, 1009, 1010, 1011, 1016, 1017, 1021, 1026, 1029, 1033, 1041, 1045, 1048, 1049, 1050, 1051, 1078, 1093, 5099, 6001

    Seit wann hat Xxxxxx den Begriff VERTRAGSGEGENSTAND konkret in Gebrauch, und wer hat Formulare und Texte derart generiert?

    Ein befreundeter Jurist des Hauses informierte uns über den Umstand, bei Untätigkeit oder vorschneller Akzeptanz einen „Vertrag“ mit der Stadtverwaltung abzuschließen .

    Dieses ist nicht unser Wille und nicht in unserem Interesse.
    Wir weisen die Stadtverwaltung Xxxxxx und Sie darauf hin, keinerlei Verträge, Handelsverträge oder stillschweigende Verträge mit Ihnen oder der Stadt Xxxxxx eingegangen zu sein oder eingehen zu wollen.

    Ferner sollte Ihnen und der Stadt Xxxxxx bekannt sein, dass die Abgabenordnung nichtig ist und alle Satzungen der Stadt Xxxxxx auf einer nichtigen Abgabenordnung
    beruhen.

    Alle unsere Zahlungen an die Stadt Xxxxxx ergehen immer unter dem Vorbehalt der Rechtsmäßigkeit !

    Mit freundlichen Grüßen,

  2. Ja, mit der Gemeinde hat man immer das Problem, daß man unterscheiden muß zwischen der K.d.ö.R. und dem real existierenden und auf Verwaltungsorganisation angewiesenen Gemeinwesen. Diese Erkenntnis kam mir bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Hundesteuer … 😉

  3. Das ist eine durchaus sinnvolle Maßnahme des Gemeinwesens, um die Zahl der Hunde im Gemeinwesen halbwegs begrenzt zu halten. Keine Gemeinde muß Hundesteuer nehmen, manche tun es nicht. Die Gemeinde trennt zwar nicht zwischen KdöR und Gemeinwesen, aber ich. Dem Gemeinwesen fühle ich mich verbunden, weil es die tatsächlichen Menschen, die tatsächliche Landschaft und die tatsächlichen Baulichkeiten sind, die meine Stadt ausmachen. Das ist das, was bleibt, wenn aller Papierkram wegfällt: die realen Menschen und die reale Umgebung, in der sie leben. Und dort können real zu viele Hunde leben. Hundesteuer funktioniert nicht schlecht, um das zu verhindern. Deswegen zahle ich sie als sinnvolle Spende an mein Gemeinwesen. Hat eine Weile gedauert, bis ich dazu bereit war. Und ja, die hätten mich notfalls wegen 30 EUR Hundesteuer mit der GSG 9 abgeholt. Weil sie können und solche Macht sich geil anfühlt. ^^

  4. Das ist eine „Gebühr“, welche das Gemeinwesen erhebt, um die Zahl der Hunde im Gemeinwesen einigermaßen einzugrenzen. Die Gesellschaft ist geteilt, was Hunde angeht. Es gibt Hundefreunde und Hundehasser (und ein paar Gleichgültige). Die Anzahl der Hunde im Ort hat direkte Auswirkungen auf den sozialen Frieden, wenn ich mal so sagen darf. Wenn du dafür, daß du einen Hund hast, etwas zahlen mußt und für deinen 2. Hund gleich dreimal soviel wie für den ersten, überlegst du dir das vielleicht doch nochmal, ob du wirklich einen oder gar mehrere haben mußt.

    Ich habe mich erst gesträubt, weil die Stadtverwaltung völlig ignorant ist, was die tatsächlichen rechtlichen Grundlagen ihrer alltäglichen Verwaltungstätigkeit angeht. Erst, nachdem ich (nicht von der Stadtverwaltung) erfahren hatte, daß es eben keineswegs eine staatliche Maßnahme ist, sondern eine des Gemeinwesens aus den o.g. Gründen, habe ich mich dazu verstehen können, ohne inneren Aufruhr meinen diesbezüglichen Obolus zu zahlen.

  5. Also ich habe meine Jugend in einem Dorf am Ar…h der Welt verbracht. Hatte 2 Hunde und mir wäre nicht einmal im Traum eingefallen zu irgend einer Behörde zu rennen um meine Hunde dort zu melden.
    Hier in der Großstadt wo ich heute lebe, zahlen alle fleißig Hundesteuer und bringen ihren Köter brav zum W E S E N S TEST. (Dabei sollte man lieber mal einige Besitzer testen)
    Dort zahlen sie erst mal die ersten Gebühren. Weil so ein Gutachter muss ja leben.
    Dann rennen sie zur Behörde und melden ihren Wau Wau brav an. WEIL!! Mit dem Geld ja die Sauereien mit weg gemacht werden, (In der Stadt) Das ist richtig so und Solidarisch denkt jeder.
    Da aber die Stadt oder Kommune ihr Geld für andere Dinge benötigt, werden Stadtangestellte die vorher in der Stadt sauber machten gekündigt, oder neue Stellen werden nicht mehr ausgewiesen. Da nun die Scheiße überhand nimmt informieren nun die Medien die Hundebesitzer das sie Plastikbehälter und Handschuhe mitführen müssen, um die Losung^^ selber zu entsorgen. Und alle Hundebesitzer finden das im höchsten Maße Solidarisch.und machen mit. Bis auf einige wenige die das trotz zahlender Hundesteuer (die ja dafür da ist) nicht einsehen. Die bekommen dann ein Ordnungsgeld verpasst weil sie sich nicht dem System fügen.
    Alle anderen finden das Gut. Und damit die Losung nicht auch auf Parkwiesen liegt ,werden alle aufgefordert die Hunde an der Leine zu führen. Auch das finden alle Ohne Hund gut, und jeder der den Hund mal laufen lässt, bekommt ein Ordnungsgeld verpasst. Und weil dieses System schlau ist, stellt es in jedem Park immer mehr Schilder auf. ,,Hunde sind an der Leine zu führen“
    Und weil alle Tierfreunde sich meist nicht daran halten ,nimmt die Stadt oder der Kommune immer mehr Geld ein. Den nur darum geht es eigentlich bei jeder Steuer…Geld Geld Geld. bei einem Minimum an Gegenleistung. Und wenn man dabei das groh der Menschen mental auf seine Seite ziehen kann, ist das sozusagen eine Win Win Situation.

  6. Und genauso ist das mit der GEZ..
    Jeder hat in seinem Postkasten eine Zeitung seiner Region im Postkasten liegen. Ob das nun ein Kurier oder ein Stadtblatt ist.. eine Rechnung haben sie dafür nie bekommen. LOGISCH!! ich habe das ja auch nicht bestellt.Sie geben mir das freiwillig.

    Der ÖR Rundfunk startete in den 50/60ern mit zwei Programmen und führte dafür eine Gebühr ein.
    Damals musste das jeder zahlen der ein TV hat.
    Selbst hier ist das schon ein Hohn. Jemand gibt dem einen etwas freiwillig und der andere MUß dafür zahlen. Logisch gell? 🙂

    Heute haben wir die Pauschale Wohnungssteuer. Den jeder der eine hat, hat ja auch ein TV .
    Logisch oder??

    Ich frage mich ernsthaft wie viele Sender es noch brauch um die Gebühr auf 300-500 € steigen zu lassen. Und wie lange es dann noch brauch bis der letzte dümmste kapiert hat, das er für etwas was er nicht haben will (oder nicht bestellt hat) nichts zahlt.

    Das System muss nur über die (eigenen) Medien die richtige Wortwahl finden, und die Leute schlucken die dümmste Idee und zahlen dafür.

    In der Zukunft wird die Fahrrad Helm Pflicht kommen und zum Schluss der Führerschein für Fahrräder. Dessen bin ich mir sicher.

  7. Die Hundesteuer wird mitnichten für die Beseitigung von Hundedreck erhoben. Sie überhaupt zu erheben, ist lokale Entscheidung, die auf dem Dorf natürlich auch gar keinen Sinn macht, weil Feld, Wald und Wiese ringsum. In der Stadt (meine ist 5000 Einwohner groß) macht es dagegen durchaus Sinn. Und weil ich Hundesteuer aus den gestern genannten Gründen für richtig halte, halte ich mich dran.
    Hunde in der Großstadt sind ein schwieriges Thema, gerade wegen der mangelnden Auslaufmöglichkeiten für sie. Niemals hätte ich mir in der Großstadt einen Hund zugelegt.
    Großstadtverhältnisse haben wir hier bei uns nicht, aber wir haben hier durchaus einige Hundehalter, die mit ihren Hunden die öffentliche Sicherheit gefährden bzw. Ärger auch bei Hundefreunden hervorrufen.
    Es muß halt immer die Balance gewahrt werden zwischen den Interessen der Hundefreunde und der Hundehasser.

  8. Der Einwand ist allerding berechtigt. Gibt man „GEZ“ der „GEZ erste Runde“ ein, wirft einem die Suchfunktion alles möglich aus, nur nicht den ersten Beitrag zur GEZ.

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