Wann kann man Staaten abschaffen?

Standard

Staatsschuldenlüge hat mich mit seinen Gedanken zu folgenden Überlegungen angeregt:

Tatsache ist doch, daß man keinen Staat abschaffen kann, solange es Nachbarstaaten oder andere Staaten gibt. Der Bedrohung durch einen Staat (= auf Grund von Zwang/Indoktrination koordiniert handelnde Menschenmassen) kann man auf Dauer nur effektiv mit einem Staat begegnen, sonst ist die Kraft nicht groß genug, um der Gegenkraft zu widerstehen.

Die Abschaffung des Staates samt Eigentumsidee läßt sich also nur durchführen, wenn wenigstens alle aggressiven Staaten weitgehend zusammengebrochen sind und die Menschen auch keine Staaten mehr wollen. Wie wahrscheinlich ein solches Szenario ist, steht auf einem anderen Blatt. Wenn hemmungslos das Recht des Stärkeren herrscht, wenn rücksichtslose Gewaltanwendung der einzige Schutz vor Gewalt ist, dann werden die Menschen wieder einen Staat wollen, der sie davor beschützt. Ich sage nur: Mark Brandenburg nach dem Dreißigjährigen Krieg. Jedes Extrem muß erst in sein Gegenteil umschlagen, bevor es sich für eine Weile in der goldenen Mitte einpegeln kann.

Strukturzwang. Hm. Die gesamte Zivilisation basiert auf Mussolini-Faschismus? Den Teil mit dem Allgemeinwohl habe ich noch nie gelesen im Zusammenhang mit Mussolinis Definition.

Wenn der Staat mit der Wirtschaft verschmilzt, kann kein Allgemeinwohl dabei herauskommen – es sei denn, die Allgemeinheit kontrolliert beides. Wenn die Allgemeinheit aber die Kontrolle hat, wozu sollte sie dann noch einen Staat brauchen? Staat ist gekennzeichnet von Gewaltmonopol und Abgabenzwang. Die Allgemeinheit kann einen Staat nur kontrollieren, wenn er nicht das Gewaltmonopol innehat (siehe 2. Zusatzartikel zur Verfassung der USA). Wenn der Staat kein Gewaltmonopol ausübt, ist er aber eigentlich kein Staat, denn er hat keine Staatsgewalt. Wenn es wiederum keinen Abgaben fordernden und erzwingenden Staat gibt, kann es dann noch Erwerbswirtschaft, also das, was heute allgemein unter Wirtschaft verstanden wird, geben? Braucht es sie dann überhaupt noch? Wenn kein Überschuß für die staatlichen Abgaben erwirtschaftet werden muß, wen kümmert es denn dann, in welchem Verhältnis Aufwand und Nutzen stehen, um den Lebensunterhalt der Gemeinschaft zu bestreiten?

Staaten werden erst mit dem Eigentumsgedanken wieder verschwinden, da hast du recht. Revierverteidigung funktioniert auch ohne Staat – solange der Angreifer kein Staat ist. Also müssen alle Staaten in Reichweite weg sein, damit Menschen wieder ohne Staat, also ohne Zwang leben können.

Beim Untergang der Staaten überleben am Ende ohnehin nur die, welche für sich selbst Verantwortung übernehmen und ihr gerecht werden können – und die brauchen dann keinen Staat für ihr Wohlergehen.

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  1. Moin, und du benutze bitte mal die Suchfunktion in diesem Blog. Das ist alter Kaffee hier. Ich rede da in meinem Eintrag nicht von konkreten Nationalstaaten oder Staatenbunden, sondern abstrakt vom Gesellschaftstyp Staat als dem Vorhandensein von Machtausübenden und Machterduldenden innerhalb einer zusammenlebenden Menschengruppe und inwieweit man es sich eigentlich leisten kann, auf diese Organisationsstruktur zu verzichten. Das sollte eigentlich halbwegs klar werden, wenn man meinen Eintrag tatsächlich liest. Muß ich wohl was falsch gemacht haben …

  2. Wie kann man dem Phönix ähnlich den BRiD Staat zu einem Volksstaat formen? Die „bewährten“ Strukturen der Volksverdummung funktionieren.

    Die indirekte Bestechlichkeit durch Monatsgehälter für die ansonsten kritischen Pseudostaatsdiener erreichen auch ein hohes Maß an „Systemtreue“.

    Und die ausgesprochen unterwürfigen, ja geradezu hilflosen Jammergestalten der „legitim“ erwählten Parteischranzen sind gut genug für jedes systemübergreifendes Käseblatt.

    Gestern, am 01.10.2013 hat die „Staatsgewalt“ offensichtlich die „kritische Stimme der Vernunft“ beerdigen lassen.

    >Neues aus der Anstalt< ist Geschichte.

    Nur zu gerne hätte ich gewußt, wieviele der Zuschauer nicht nur über die gezielten Pointen gelacht, sondern auch verstanden haben…

    Die "BRiD Regierungstruppe" kann gar nicht mit echter Volkspolitik in Zusammenhang gesehen werden.

    Wann werden die "Einwohner" wohl aufstehen und den Stall ausmisten und woran erkennt man die eingeschleusten Demokratiebremsen, die für eine handvoll Dollar die eigenen Leute verarschen?

    Monika

  3. Ich sehe das anders. Als Künstlerin kann ich verstehen, daß sieben intensive Jahre genug sein können. Man bekommt nach einer Weile das Gefühl, daß man sich in der gehabten Form nicht mehr weiterentwickeln kann. Es wird für einen selbst langweilig, immer dieselben Erwartungen zu bedienen. Wenn Priol und Barwasser auf den richtigen Moment fürs Aufhören gewartet haben und diesen Herbst gekommen sehen, dann kann ich das gut glauben.

  4. 1. Mein Artikel heißt nicht um sonst „a priori braucht es Sinn und Verstand“

    2. Das mit dem Faschismus, er BEHAUPTET es deinlich zu sein, nicht ich, vielleicht kommt das falsch rüber.

    3. genau für die Revierverteidigung braucht es staatliche Strukturen.

    4. Eigentumskonzept, man solle sich die Frage stellen wofür braucht es seinen Staat, doch wohl um Rechten und Pflichten gesellschaftsdienlich zu vereinbaren. Da ist der Eigentumsgedanke sekundär. Es steht das Wohl der Gesellschaft im Vordergrund eben gerade um Chancengleichheit zu gewähren und das Naturrecht im Sinne „das Recht des Stärkeren/ Schlaueren“ zu beschrenken.
    Eben auch das Eigentumskonzept gesellschaftlich/ sozial zu gestalten.

  5. Wie ich schon sagte: Für die Revierverteidigung braucht es nur staatliche Strukturen, wenn die Angreifer staatlich strukturiert sind. In Stämmen lebenden Naturvölker verteidigen ihr Revier auch, und durchaus auch erfolgreich – solange hinter den Angreifern kein Staat steht, sondern andere als Naturvolk lebende Stämme.

    Nein, um Rechte und Pflichten gemeinschaftsdienlich zu vereinbaren, braucht es nur die ganz normalen soziale Strukturen innerhalb einer Gemeinschaft. Da wird kein Herrscher gebraucht, da herrscht soziale Kontrolle über jeden Einzelnen zum Wohle aller.

    Erst mit der Verteidigung von Eigentum (das fängt mit dem Eigentum an Menschen schon an), das nicht allen gehört, wird Konfliktpotential geschaffen, das letzten Endes nur noch staatlich bewältigt werden kann, um den Bestand der Gemeinschaft zu schützen. Das sind zumindest meine gegenwärtigen Überlegungen.
    Wenn die Ressourcen nicht mehr allen gemeinsam gehören, sondern gegen andere Gemeinschaftsmitglieder verteidigt werden müssen, baut sich innergemeinschaftlich Spannung auf. Eigentum ist immer irgendwie Diebstahl, weil, was mir allein gehört, anderen nicht mehr zur Verfügung steht.

    Unter welchen Bedingungen genau aus Stammesstrukturen staatliche Herrschaftsstrukturen werden, ist Gegenstand der Forschung und heiß umstritten, soweit ich weiß. Fakt bleibt für mich erstmal, daß Staat nicht identisch ist mit menschlichem Zusammenleben. Es geht ohne Staat. Aber nur, wenn auch kein Staat angreift.

    Völker wie die uralten Stämme Australiens haben nie Eigentumskonzepte und schon gar keine staatlichen Strukturen entwickelt. Das hängt mit deren Weltbild zusammen. Die Völker Eurasiens dagegen nach vergleichsweise kurzer Zeit ihrer Existenz – mit der Einführung des Götterkonzepts?

  6. Jeder Staat beinhaltet Machtausübung von Machthabenden über zumindest teilweise Entmachtete, und damit Unmündige. In gewisser Weise könnte man sagen, daß jeder Staat ein Instrument zur Abgabenerzwingung ist, und damit Wirtschaftszwecken dient. Ob dadurch jeder Staat zumindest potentiell faschistisch ist? Vermutlich. Darüber muß ich jetzt eine Weile nachdenken.

  7. „Die Völker Eurasiens dagegen nach vergleichsweise kurzer Zeit ihrer Existenz – mit der Einführung des Götterkonzepts?“

    Götterkonzept zur Begründung einer Moralität, Eigentumskonzept, das hängt alles mit einander eng zusammen.

    Wiegesagt die Diskussion um die Moralität wird ja immer größer, je schwerer die Folgen des Geldsystems. Dabei hat das eine mit dem anderen wenig zu tun.

    Eine moralische Autorität hat jedes Unrechtsystem in der Hand, jedes Unrechtssystem braucht eine moralische Ideologie und somit auch eine moralische Autorität zur Legitimation und Transzendenzbezug. Denn ohne die moralische Autorität, würde das Unrechtssystem keinen Tag überleben, denn wo es kein Unrecht gibt, braucht es keine Moralität und Menschenrechte!
    So buhlt die NWO wie auch Adolf Hitler um die Gunst des Papstes um ihr einen moralisch legitimierten Anstrich zu geben. Rom wiederum beansprucht im Gegenzug den Transzendenzbezug als Spender und Ursprung allen Rechts. So hegt und pflegt sich was sich gegenseitig braucht.

    Siehe Walter Veith hier über den Vatikan und die NWO, und im Speziellen eine Analyse der Papstrede vor dem Bundestag:

  8. ganz speziell ab min 23…“Das Vernunft und Natursystem des Vatikans, als spender allen weltlichen Rechts ist das System um dem Papst die Macht zu geben Moral zu diktieren..“

  9. ich hab mich noch nicht da durchgeforstet, aber ich weiß das der zins nur eine sekundäre Rolle spielt.

    In erster Linie ist es das Geld als Kapitalsurrogat, was das Problem darstellt. Es sammelt sich automatisch dort wo Kapital ist, auch ohne Zins und führt zur Geldknappheit im System. Der Zins beschleunigt diesen ganzen Prozess nur….

    So dann werd ich mal lesen wie die das erklären.

  10. Grad den Anfang des artikels der Piraten gelesen. Das ist doch mal wieder komplett am Kern vorbei.

    Es geht hauptsächlich darum das der zins dazu führt das sich Kapital nur bei Kapital anhäuft, und der Zins diesen Prozess beschleunigt, also 99% der Bevölkerung vercshuldet sind bei 1%.
    Darum gehts doch. Natürlich landet der Zins als Giralgeld, aber nie als Zentralbankgeld wieder in der Ökonomie, aber eben nicht gleichverteilt das ist ja das Problem.
    Und das zweite Problem ist, das er nur als Giralgeld existieret und nicht als Zentralbankgeld.

    Heißt er stellt nur einen Anspruch auf Geld dar (Zentralbankgeld) aber das ist nicht vorhanden…und kann auch nur über staatliche ausgaben in den Kreislauf gelangen.
    Heißt die Summe allen Giralgeldes, dazu gehört auch der Zins (was ja nur ein credit / debit Paar ist) ist real nicht vorhanden, und kann nur durch weitere Verschuldung kompensiert werden…

    Eine Bank kann schonmal gar nicht Giralgeld als Eigenkapital verbuchen, da der Wertschöpfungsprozess dahinter noch gar nicht abgeschlossen ist. Weil dann wäre debit und credit ausgeglichen = vernichtet, und dieses Giralgeld gäbe es dann sowieso nicht…

    Ich habe mit dem Gelben Forum da eigentlich schon lange abgeschlossen, seit dem dort MMT so diletantisch und mit Unverständnis behandelt wird.

  11. Jeden „Ding“ hat zwei Seiten. Die von Menschen geschaffene Fiktion „Staat“ dient ursprünglich der Koordination der darin befindlichen Menschen. Nur haben es die Menschen zugelassen dass die GIER der reGIERung vieler Staaten dazu geführt hatm dass diese vielen reGIERUNGschef im wahrsten Sinne gekauft wurden und jetzt gegen den Souverän handeln. So auch im „Staat“ BRD. Wenn das Volk durch lesen seiner Grundrechte diese erkennt und einfordert ist die Grundlage geschaffen, den Staat wieder dahin zu entwickeln für was er ursprünglich geschaffen wurde.

    Gilt übrigens exakt so in einer Firma, hast nen guten Chef, fühlen sich die Mitarbeiter wohl, bei schlechten stinkts vom Kopfe und den Mitarbeiter …. (gelebte Realität)

  12. Bin ich der Einzige, der den Begriff „Berufs – Politiker“ in sich mehr als widersprüchlich findet?

    Ich bin da ganz Armstrongs Meinung, dass politische Entscheider max. für ein Jahr walten können, dann nie wieder und natürlich ohne irgendwelche kriminellen „Pensionen“.

    Ausserdem finde ich es auch mehr als grenzwertig, dass diese hochkriminellen Volksveräter ihre eigenen Gesetze bzgl ihrer Diäten (Wer ist bloss auf dieses Wort gekommen, bestimmt wieder rainer Zufall und will nix suggerieren..) kreieren könne, ich mein, wie geil ist das denn bitte!

  13. „Koordination der darin befindlichen Menschen“
    muß zweckdienlich sein ansonsten unsinnig. Und da hat Freewomen wohl Recht, das ohne Eigentumskonzept es keinen Staat gibt.
    Nun wenn das Eigentumskonzept Kern eines Staates ist, baut jeder Staat auf Faschismus, das sage ich nun, gerade wenn die vom Staat zentral gelenkte Technologie Geld als Kapitalsurrogat verwendet wird.

  14. Eine art Rätesystem das Projektbezogen arbeitet, einberufen und danach wieder entlassen wird ist wohl pragmatischer, als der Parlamentarismus. Der sowieso auch schon in der mainstream Parlamentarismus Kritik als unpragmatisch gilt.

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