Von Helden, die andere Entscheidungen treffen als ich

Standard

Es gibt Helden, die darf man noch nicht so nennen, ohne sich in große Schwierigkeiten zu bringen. Von einem solchen stammen die folgenden Textpassagen:

„[…] ich wusste sofort – und ein wenig Forschung bestätigte mir das auch – dass jeder, der zweifelt oder abweicht, gnadenlos ausgegrenzt, verfolgt und sogar angeklagt wird, mit keiner Chance auf eine Verteidigung. Ich sagte mir also: das ist empörend, unannehmbar, gegen alle Normen und Ideale dieser Gesellschaft, und die Tatsache, dass Abweichler bei keinem anderen Thema härter unterdrückt werden, ist für mich Beweis genug dafür, dass es auch das wichtigste Thema ist. Wer seiner Sache sicher ist, bleibt gelassen; nur Lügner rufen nach dem irdischen Richter.

[…] Ich war mir sicher, recht zu haben, und solange ich nicht mit rationalen, wissenschaftlichen Argumenten vom Gegenteil überzeugt würde, war ich nicht bereit, klein beizugeben. Sie begingen den Fehler, mich durch die Verfolgung bis aufs Blut zu reizen. Jetzt reicht‘s! Es wird nicht mehr verhandelt. Mein Vater hat es nicht vermocht, mich mit Faust, Peitsche und Stock zu brechen oder indem er mich als Wurfgeschoss benutzte, und so werden auch sie meinen Willen nicht mit Gewalt brechen. Jeder Schlag macht ihn nur stärker.“

„1. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen muss der Mensch seine Sinneseindrücke nicht unkritisch als wahr hinnehmen, sondern kann sie bezweifeln und kritisch hinterfragen und notfalls korrigieren.

2. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen kann der Mensch die Ergebnisse seines zweifelnden Suchens nach der Wahrheit objektivieren, das heißt, von sich als Subjekt unabhängig machen, etwa in Wort, Schrift, Bild oder anderer Datenform, damit andere sie – ganz unabhängig von seiner Gegenwart – studieren und vor allem kritisieren können.

Das Recht auf Zweifel und Kritik, auf neugierige Wahrheitssuche und auf Verkündung dessen, was man als Wahrheit meint herausgefunden zu haben, sind daher integrale Bestandteile der Würde des Menschen, ja machen sogar den Kern seiner Würde aus, die den Menschen über andere Lebewesen heraushebt. Diese Rechte sind daher nicht verhandelbar. Es ist daher eine kaum zu überbietende Niedertracht, wenn staatliche Organe die Wissenschaftsfreiheit gegen die Menschenwürde auszuspielen trachten. Die Freiheit zur Wahrheitssuche und -verkündung steht mir von Natur aus zu. Ich bedarf dafür keiner staatlichen Genehmigung.

Die einzige Art, mir dies zu nehmen, ist, mich zu töten. Punktum. Jeder, der mich lediglich dafür bestraft, dass ich mein angeborenes Recht ausübe, ein Mensch zu sein, ein Wesen, das zweifeln und forschen kann, wird auf meinen äußersten unbeugbaren Widerstand stoßen. Ich erlaube es niemandem, mich zu einem unterwürfigen Sklaven zu erniedrigen. Niemandem.“

Das muß ein ganz schlechter Mensch, ein haßerfüllter Widerling sein, der so etwas schreibt. Ein Kerl, dem man jede positive Aufmerksamkeit selbstverständlich verweigern muß. Und er muß sich selbstverständlich auch irren und vollkommen unwissenschaftlich argumentieren. Denn die Erde war, ist und bleibt eine Scheibe und die jungfräuliche Geburt ein unbeflecktes wissenschaftliches Faktum. Und im Himmel ist Jahrmarkt.

Und ich höre an dieser Stelle auf. Man muß leider Prioritäten setzen. Und ich bin es nicht nur mir schuldig, andere zu setzen als er.

»

  1. Das war bestimmt Churchills Vater ? Denn Churchill war gut zu uns Deutschen. Durch seine Ansichten weiß ich, daß ich deutsche Frau eine erbärmliche Kreatur bin, gefangen in einem Land, das keine Perspektive in der Weltgemeinschaft haben darf, außer Zahlen.

    Oder war es gar nicht Churchill, sondern ein unbedeutender Präsidentenvater?

    Wenn ich das nur wüßte….

  2. siehe auch Wilhelm Reich, Forscher der Lebensenergie, „zufällig“ am Tag seiner Entlassung im Gefängnis gestorben:
    „Ich möchte für mein Recht plädieren, Naturphänomene zu studieren, ohne daß irgendwelche Waffen auf mich gerichtet werden. Ich fordere ebenso das Recht, mich zu irren, ohne dafür gehängt zu werden.“

  3. Zitat: „Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die den Helden vom Abenteurer scheidet.“ – Theodor Mommsen

    Insbesondere die Einsicht über eigene Fähigkeiten, Eigenschaften und Umstände sollte vielleicht eine nicht ganz unbedeutene Rolle spielen. Dennoch könnten viele sich inzwischen unterschätzen, da es kaum mehr Möglichkeiten gibt Grenzen und Fähigkeiten richtig auszuloten.

    Ein frohes Julfest!

  4. Dir wird es gefallen, von wem sie sind. Mich schockieren sie, weil sie von „so jemandem“ sind und die Richtigkeit seiner Forschungen in meinen Augen geradezu garantieren. Ehrliches Wissenwollen und unbestechlich genaues Hinschauen, wo es am meisten wehtut. Da kenn ich noch jemanden, der diesen Anspruch erhebt – mich selbst. Uns in derselben Kategorie vorzufinden, verändert mein Bild von ihm und von mir selbst. Und verurteilt mich dazu, die Wahrheit zu verschweigen, um tun zu können, was meine Aufgabe ist. Damit muß ich erst einmal umgehen lernen.

  5. Warum nennst Du nicht seinen Namen? Der von Gilad Atzmon geht doch auch nicht viel leichter über die Zunge. Gerne hätte ich einen Vortrag vor Jahren aus Kanada von ihm hier eingestellt.

  6. Mit Gilad Atzmon habe ich viel weniger ein Problem. Das liegt an 40 Jahren Intensivkonditionierung. Wie gesagt, ich muß das erst noch verkraften. Ich dachte, Hitler wäre das ultimative Tabu, aber da lag ich falsch. Das ist jetzt eine ähnlich erschütternde Situation wie die 9/11-Geschichte.

  7. Klingt nach Revisionistendenke, also jene, die historische Offenkundigkeiten nicht akzeptieren sondern nachprüfen wollen. Bewiesene Fakten zu hinterfragen dient schließlich nur der Verwirrung von bereits Aufgeklärten, was zu unterbinden ist!
    Einer jener Rev. ist bspw. ein gewisser Herr Germar Rudolf. Er wurde m.W. wegen solcherart versuchter V.-Verhetz. zu längerer Haft verurteilt u. seine Schriften verboten.

  8. Großartig! Und weil es so unglaublich ist:

    @Butz schrieb: „[..] also jene, die historische Offenkundigkeiten nicht akzeptieren sondern nachprüfen wollen. Bewiesene Fakten zu hinterfragen dient schließlich nur der Verwirrung von bereits Aufgeklärten, was zu unterbinden ist!“

    Haben Sie es schon mal selbst gelesen @Wutz, was Sie da geschrieben haben?

    Dabei sehe ich übrigens in Gedanken Gustave Le Bon, wie er Dir und anderen Kommentatoren und Mitlesern hier mit einem freundlichen Lächeln zunickt.

  9. Hallöchen

    Hmm, wieso die Wahrheit verbergen, um deine Aufgabe erfüllen zu können?
    Versteh ich grad nicht, bin aber schon wieder ziemlich unausgeschlafen 😉
    Was ist denn deine Aufgabe!

    Du, ich wünsch dir, deiner Familie und allen die zur Rasselbande dazu gehören, ein schönes, ruihiges und besinnliches Fest!

    Liebe Grüsse

    P.S. Dies gilt für alle Mitlesern natürlich ebenso 😉

  10. Versteh ich auch nicht 😉
    Wieso Adolf und welches ultimative meinst du denn jetzt?

  11. Die Antwort erschließt sich dir vielleicht, wenn du nachforscht, von wem die Zitate sind. Meine Aufgabe ist die, die ich selbst für mich sehe, seit ich etwa 14 Jahre alt bin: Traditionspflege. Ich würde in den Augen meiner hiesigen Mitmenschen alles beschmutzen, wofür ich stehe, wenn ich mich zu dieser von mir erkannten Wahrheit bekennen würde. Das meine ich auch mit „Prioritäten setzen“. Ich bin immer noch geschockt, mich in diesem Dilemma wiederzufinden und die Wahrheit taktischen Erwägungen opfern zu müssen.

  12. Ich dachte, Adolf Hitler differenzierter zu betrachten als medial vorgegeben, wäre der größtmögliche Tabubruch in unserer Gesellschaft. Zu erkennen und an sich heranzulassen, was am 11.9.2001 nicht passiert ist, war traumatisch für mich. Aber es hatte nicht direkt mit meiner Identität zu tun. Zu erkennen und an mich heranzulassen, was noch alles nicht passiert ist, hat aber jetzt mit meiner Identität zu tun. Und das macht es noch gravierender. Und mehr möchte ich wirklich (noch) nicht öffentlich dazu schreiben.

  13. Ach so, verstehe 😉
    Ach Adolf ist doch inzwischen wieder gesellschaftsfähig, dank der ganzen Karikatur Nummern. Über den „Geisteskranken DEUTSCHEN Psychphaten“ kann man doch schon wieder öffentlich rumwitzeln.
    Ja, 911 so als Einstieg in den akuten Wahnsinn der wirklichen Geisteskranken, ist schon ne Nummer, kann ich gut verstehen, deswegen können die Meisten es ja auch nicht glauben (kognitive usw).
    Man muss das Undenkbare denken können, sonst versteht man eh nur zusammenhangslos Bahnhof.
    Aber bzgl der virtuellen „Identität“ würd ich mir keine zu grossen Gedanken machen, ausser was die Realitätsbildung angeht. Solange du deinem Herz treu bist, wirst du es auch deiner wahrhaftigen Seele sein!

  14. Deinen letzten Satz verstehe ich. Mir persönlich ist das inzwischen wirklich komplett latte. Mich und meine Welt versteht eh nur ein Einziger mir bekannter Mensch und wenn irgendjemand kein Vetrauen zu mir hat, welches unabhängig von ALLEN ist, also jeglichen Bild, Vorstellungen,Meinungen, Handlungen etc, kann mich ganz gepflegt an meinem Po-Loch lecken 😉
    Da 99,8% der Personen glauben sie seien ihr Körper und damit dem Ego behaftet sind, hat sich das Thema mit dem Vertrauen eh erledigt, also dem absoluten Vertrauen=Liebe!
    Insofern ist es völli Banana was jemand von dir hält, denkt etc.
    Der Weg der Bewusstwerdung ist ein zunehmens einsamer werdender, was aber völlig ok ist, wenn man die zweitgrösste Angst im Leben erstmal losgelassen hat.
    Dafür gibs doch Second Life 😉
    Germar kenn ich, deswegen doch auch mein/das erste Posting.
    Aber trotzdem ist mir nicht klar, auf was genau du dich da jetzt beziehst? Den Claus doch nicht?!

    Gehab dich wohl und du weisst doch, nach Regen folgt auch Sonnenschein!

    Janz liebe Grüsse

  15. Leider ist es nicht völlig Banana. Ich will hier nicht weg, und ich bin schon unkonventionell genug drauf, um im bürgerlichen Einheitsfassadenbrei aufzufallen, ob ich nun in Gummistiefeln Kühe über den Markt treibe oder ein Publikum künstlerisch ergötze. Ich kann auch die Menschen nicht auf die Tatsache reduzieren, daß sie sich fast alle als identisch mit ihrem Körper begreifen. Das ist in meinen Augen nicht, was sie definiert. Wie sie mit ihren Mitmenschen und -tieren umgehen, das ist, was sie für mich definiert. Und da kann es mir im Zweifesfall egal sein, ob sie ihre spirituelle Dimension schon in diesem Leben entdeckt haben oder sich das für eine spätere Runde aufheben. Und da ist es mir im Zweifelsfall eben nicht egal, ob sie mich als Extremhäretikerin wahrnehmen oder nicht, denn sie sind mir meist als Menschen wichtig – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s