Lektionen aus dem echten Leben 9

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Es wächst das Gefühl, sich befreien zu müssen von (fast) allem, was ich mir in den vergangenen 3-4 Jahren an Konstrukten zurechtgezimmert habe, bzw. von noch älteren Strukturen, die mich alle inzwischen viel zu viel belasten und einschränken und nicht das gebracht haben, was sie bringen sollten. Viel Verpflichtung und wenig sichtbarer Nutzen. Dann aber werde ich eine andere wirtschaftliche Lebensgrundlage brauchen – und ein effektives Schutzschild gegen den Machtapparat bleibt zwingend notwendig.

Eine bittere Lektion liegt darin, wie wenig man sich auf andere Menschen verlassen kann und wie schwer Ehrlichkeit es hat in einem Meer der Engstirnigkeit und Verlogenheit. Ich weiß, das war zu allen Zeiten so, und nicht wenige von uns sind daran zugrunde gegangen. Der Preis für die Unterstützung der Gemeinschaft ist Anpassung an ihre Lügen. Wer ihn nicht zahlen will, wird auf die Gemeinschaft verzichten und auf sich gestellt sehr, sehr stark sein müssen, denn wer nicht mitlügt, wird als Feind behandelt.

Vielleicht ist ein Mittelweg möglich. Das bleibt herauszufinden.

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  1. Wenn ich so etwas äußerte oder ähnliches, dann wurde ich immer schief angesehen und gefragt wie man so verbittert sein kann. Am liebsten würde ich irgendwo einen Hain schaffen, wo nur diese „verbitterten“ Menschen Zutritt haben, ein Platz ohne Lügen, Drohungen und Widerwärtigkeiten.

  2. Whow, tiefe, sehr wahre Einsicht, 1:1 unterschreibbar.
    Und wer versucht was Ehrlichkeit ins System zu bringen wird schnell auf
    viele Sinekuristen stossen die ihn bis aufs Messer bekämpfen.
    Bis hin zum Vorbeischicken von ein paar kräftigen Russen, die wissen wo
    die Wohnung wohnt.
    Das sind tatsächlich die echten Lebensumstände in D.

  3. ihr seid doch alle naziehs 😀
    ist man doch, sobald egal auf welcher ebene man abweichler vom masterplancode ist.

    mir geht es genauso!
    die vorstellung mit dem hain würde ich gerne auf planeten umlenken 😉
    ich werd nur noch angeguckt wie ein geisteskranker, wenn ich begründe wieso ich am liebsten alles abwerfen möchte und bis zum lebensende mit nem wohnmobil, rad, keyboard, kamera und laptop unsere schöne welt bereisen würde.
    aber nicht alleine……..

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