Archiv der Kategorie: Freeman

Bekenntnis (Entwurf)

Standard

Hiermit bekenne ich mich zu dem unverletzlichen und unveräußerlichen Recht einer jeden Gemeinschaft von Lebewesen, die Grundlagen ihrer Gemeinschaft, also ihre Sitten und Gebräuche, ohne jede Bevormundung von außen nach eigenem Gutdünken festzulegen und nach eigenem Bedarf zu verändern. Das gilt ausdrücklich nicht nur für Menschen.

Ich bekenne mich überdies zu den Sitten und Gebräuchen meiner deutschen und slawischen Vorfahren, die seit vielen Generationen XXXXX waren und sind.

Ich bekenne mich außerdem zu meiner Heimat, die in väterlicher Linie dem XXXXXischen Distrikt des Königreichs XXXXX und in mütterlicher Linie der nördlichen XXXXX entspricht.

———————————————————-

Das Bekenntnis zu den (gemäß UN- und EU-Konvention gesetzlich beliebig einschränkbaren) Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft lehne ich hiermit ausdrücklich und aus ganzem Herzen ab.

Damit gehöre ich nicht zur Bekenntnisgemeinschaft des Deutschen Volkes gemäß Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R..

Damit gilt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., für mich nicht.

Damit gelten auch sämtliche Gesetze, Verordnungen und Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., für mich nicht, da ich als originäre Trägerin von Hoheitsrechten der, solche Hoheitsrechte für andere Deutsche ausübenden, Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., übergeordnet bin.

Ich unterliege nicht der Jurisdiktion der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., und de jure auch nicht ihrer Herrschaftsgewalt, da ich weder ihrem Deutschen Volk angehöre noch Landesfremde bin. Ich bin ihr im Rang zwar übergeordnet, aber nicht ihre Vorgesetzte. Ich bin gewissermaßen Oberhaupt eines Nachbarstaates auf demselben Territorium und mit dem entsprechenden Respekt zu behandeln.

———————————————————-

Die Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., darf mir ihrem eigenen Grundgesetz (Art. 33 Abschnitt (3) Satz 2) zufolge keinen Nachteil aus meiner Nichtzugehörigkeit zum Menschenrechtsbekenntnis des Deutschen Volkes erwachsen lassen.

Durch nachgewiesene und offiziell beurkundete deutsche Abstammung bin und bleibe ich von Geburt an Trägerin der originären Hoheitsrechte auf dem Territorium des deutschen Volkes.

Diese Hoheitsrechte kann ich als Trägerin der Souveränität des deutschen Volkes seit Inkrafttreten des 2+4-Vertrages von 1990 in freier Entscheidung einem beliebigen deutschen Staat übertragen.

Einen solchen deutschen Staat mit eigener Verfassung zu schaffen bzw. zu reaktivieren, haben die Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., und die Deutsche Demokratische Republik sich im 2+4-Vertrag von 1990 verpflichtet.

Die Deutsche Demokratische Republik wurde aufgelöst. Ihre Staatsangehörigen wurden in die Bekenntnisgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., übernommen. Der dieser Körperschaft übergeordnete deutsche Staat wurde nicht reaktiviert, die Körperschaft nicht aufgelöst. Intern bezeichnet die Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., sich heute als „Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Staatsqualität“. Das Kind (K.d.ö.R.) hat sich damit zu seiner eigenen Mutter (Staat) erklärt.

Die Angehörigen der Bekenntnisgemeinschaft Deutsches Volk haben seit 1990 ihre originären deutschen Hoheitsrechte der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., übertragen und sich deren körperschaftsinterner Jurisdiktion unterworfen.

Als ebensolche originäre Trägerin der deutschen Hoheitsrechte steht es mir frei, dies gleichfalls zu tun, indem ich mich dieser Bekenntnisgemeinschaft anschließe. Es steht mir allerdings genauso frei, dies nicht zu tun.

Ich trete meine per Abstammung und Geburt erworbenen Hoheitsrechte auf deutschem Territorium an niemanden ab. Bis auf weiteres beanspruche ich ihre Ausübung in vollem Umfang selbst.

Über Bekenntnisse und Hoheitsrechte

Standard

Die Vertreter des öffentlich-rechtlichen Machtapparats der Bundesrepublik Deutschland sind gebunden durch die Bestimmungen ihres Grundgesetzes.

GG Art. 33 (3)

… Niemandem darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnisse oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.

Sowohl die Bundesdeutschen als auch die XXXXXer sind ihrer jeweiligen Körperschaftsverfassung nach ausdrücklich Bekenntnisgemeinschaften. Das deutsche Volk im Sinne des Grundgesetzes bekennt sich laut selbigem zu den von der UNO definierten Menschenrechten. Das Volk des Landes XXXXX im Sinne der XXXXXischen Verfassung bekennt sich in dieser Verfassung ausdrücklich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Es darf einem nun laut Art. 33 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland wie oben zitiert kein Nachteil daraus erwachsen, daß man nicht einem bestimmten Bekenntnis „angehört“. Also z.B. den im Grundgesetz oder in der Verfassung des Landes XXXXX genannten Bekenntnissen, nicht wahr?

Ich verkünde hiermit, daß ich mich weder zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, K.d.ö.R., noch zur Europäischen Menschenrechtskonvention noch zu den Internationalen Menschenrechtspakten oder irgendeinem anderen geschriebenen Gesetz bekenne, weil ich mich prinzipiell zu nichts bekenne, auf dessen Inhalte ich keinen direkten Einfluß habe.

Ich bekenne mich also nicht zum Grundgesetz, nicht zu den UN-Menschenrechten und nicht zur Verfassung des Landes XXXXX. Wenn ich mich aber nicht zu den UN-Menschenrechten bekenne, kann ich auch nicht zu jenem deutschen Volk gehören, das sich laut Grundgesetz ausdrücklich dazu bekennt. Logisch, oder? Wenn ich wiederum nicht zum „Deutschen Volk“ eines der in der Präambel genannten Länder gehöre, weil ich mich weder zum bundesdeutschen Grundgesetz noch zu den UNO-Menschenrechten bekenne, dann gelten auch die Bekenntnisse und intern festgelegten Rechte und Pflichten dieses „Deutschen Volkes“ nicht für mich.

Dabei bleibe ich trotzdem auf Grund meiner nachweislichen Abstammung (Staatsangehörigkeitsausweis bzw. -urkunde) Deutsche, genauer: Preußin wegen vierfacher Vererbung dieser Staatsangehörigkeit durch meine Großeltern und damit von Geburt an originäre Quelle der Hoheitsrechte in diesem Land.

Ich vergebe meine Hoheitsrechte an niemanden, da ich niemanden sehe, der kompetent genug bzw. dessen würdig wäre. Ich übe meine angeborenen Hoheitsrechte selbst aus.

Wäre es nicht sinnvoller, statt des von Tiks vorgeschlagenen Heimatscheins (oder zusätzlich dazu?) ein solches feierlich beurkundetes Nichtbekenntnis und die ebenso feierlich beurkundete Inanspruchnahme der eigenen Hoheitsrechte mit sich zu tragen?

Die Kanadier haben es Schwarz auf Weiß in ihrem „Grundgesetz“, daß selbiges nur für Angehörige bzw. Bedienstete der K. d. ö. R. Kanada bindend ist. Kein Richter kann das dort drüben ignorieren. Das hiesige Grundgesetz gilt nur für die Deutschen der in der Präambel aufgezählten Länder. Gehört man nicht zu diesen, weil man nicht deren Bekenntnis angehört, und ist man auch kein Landesfremder ohne Hoheitsrechte auf diesem Grund und Boden, so kann das Grundgesetz nicht für einen gelten. Gilt wiederum das Grundgesetz nicht für einen, gelten alle darauf aufbauenden Gesetze nicht. Und es darf einem laut Grundgesetz kein Nachteil daraus erwachsen, denn alles hängt an der fehlenden Angehörigkeit zu einem bestimmten weltanschaulichen Bekenntnis. 🙂

Das wäre in etwa dieselbe Argumentation, mit der Dean Clifford in Kanada erfolgreich ist. NUR: Wir haben keine aktive, durchsetzbare, parallele Jurisdiktion zur bundesdeutschen. Die Kanadier haben ihre Queen’s Bench, wo nach Common Law gerichtet wird, und vollstreckbare Commercial Liens (öffentlich eingetragene Pfandrechte gegen verurteilte Schuldner). Wir haben nichts, das nicht dem Grundgesetz unterstünde. Alles Körperschaftsgerichte, bis hoch nach Karlsruhe. Kein einziges originär hoheitlich eingesetztes Gericht.

Das Grundgesetz sagt zwar, es darf niemandem ein Nachteil daraus erwachsen, daß er oder sie einem bestimmten Bekenntnis nicht angehört – aber wo wäre das Verfassungsgericht, das dieses Grundrecht der religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisfreiheit für Jedermann nicht zum Vorteil des Herrschaftsanspruches der Bundesrepublik auslegen würde?

Die Staatsgewalt ist also bei der Körperschaft, die untreuerweise die Träger ihrer Hoheitsrechte entmachtet. Kann man dafür die Alliierten verantwortlich machen? Müßte man eigentlich. Denn sie haben einen Vertrag mit dieser Körperschaft unterschrieben, an den diese sich nicht hält. Also doch Hauptmilitäranwaltschaft in Moskau? Aber ohne sich unter den Schutz den Russen zu stellen, sondern indem man als Souverän Deutschlands auf Einhaltung des 2+4-Vertrages pocht, der die Gründung eines deutschen Staates mit eigener Verfassung vorsieht!

Das könnte man ausprobieren. Jedenfalls scheint mir, ich bin wieder einen Schritt weiter auf dem Weg, die Parallelen zwischen Dean Cliffords rechtlichem Rahmen und meinem herauszuarbeiten.

Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht

Standard

Unser ist durch tausendjährigen Besitz
Der Boden – und der fremde Herrenknecht
Soll kommen dürfen und uns Ketten schmieden,
Und Schmach antun auf unsrer eignen Erde?
Ist keine Hülfe gegen solchen Drang?

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
Wenn unerträglich wird die Last – greift er
Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,
Und holt herunter seine ew’gen Rechte,
Die droben hangen unveräusserlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst
Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht.
Zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr
Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben.
Der Güter höchstes dürfen wir verteid’gen
Gegen Gewalt – Wir stehn vor unser Land,
Wir stehn vor unsre Weiber, unsre Kinder!

[Sonst] wären
Wir Sklaven und verdienten es zu sein!

Lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören.
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein wie die Väter waren,
Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Friedrich Schiller, aus „Wilhelm Tell“

Radio-Interview mit Dean Clifford

Standard

Radio-Interview vom 05.03.2013 mit der Gallionsfigur der kanadischen Freemen, Dean Clifford, über die ganze Verhaftungsgeschichte und die Anhörungen und wie konkret er da rausgekommen ist (ab min 8:00). Mit 26 Tagen im Knast hat er wohl seinen bisherigen persönlichen Rekord eingestellt. Da er in Kanada Common Law Rechtsmittel zur Verfügung hat, werden die verantwortlichen Behördenmitarbeiter ihre Entscheidungen wohl mit ihrer persönlichen Liquidität bzw. Bonität bezahlen.

Dean Clifford wieder im Gefängnistrakt für Normalos

Standard

Morgen ist wohl die nächste Anhörung. Dean hat inzwischen rege Dokumente verfaßt und bekommen. Auch seine Einzelzelle solle man sich nicht irgendwie grauenhaft vorstellen, heißt es auf seiner Webseite. Es ist mehr wie eine kleine Ein-Raum-Wohnung mit Fernsehen, Dusche, Bett und Schreibtisch. Dreimal am Tag gibt es zu essen, auch wenn er die Gefängniskost nicht annimmt. Er kriegt inzwischen tablettweise Obst in seine Zelle – mehr als er essen kann – und er fühlt sich fit und voll auf der Höhe. Er ist, wie in der Überschrift erwähnt, aus dem Hochsicherheitstrakt in die normale Untersuchungshaft verlegt.

Wenn er den Gefängnistrip diesmal hinter sich hat, freut er sich schon auf ein paar Tage Angelurlaub. (Als konsequenter Rohkost-Veganer?! ^^)

Personale und territoriale Jurisdiktionsgewalt in Nachkriegsdeutschland

Standard

„Personale Jurisdiktionsgewalt“ ist offenbar das deutsche Äquivalent zur angelsächsischen „jurisdiction in personam“. Die Bundesrepublik beansprucht meinem Verständnis nach per Grundgesetz personale Jurisdiktionsgewalt, indem sie das Grundgesetz für alle Deutschen mit nationalsozialistischer Staatsangehörigkeit geltend festlegt. Und sie nimmt zu ihrem Vorteil an, alle deutschsprechenden Einheimischen sind solche Deutschen. Dazu kommt, daß sie über die Bundesländer mit von den Deutschen per Volksabstimmung legitimierten Landesverfassungen (definitiv z.B. in Brandenburg) auch „territoriale Jurisdiktion“ beansprucht, so daß man der einen oder anderen ihrer beanspruchten Jurisdiktionsgewalten aus ihrer Sicht nicht entkommen kann.

Wikipedia:

„Die Rechtsprechungsgewalt folgt aus der Souveränität des Staates und findet ihre Grenze im Völkerrecht. Danach kann ein Staat Gerichtsbarkeit im Grundsatz nur innerhalb seines Staatsgebietes und gegenüber seinen eigenen Bürgern ausüben.“

Wenn die Rechtsprechungsgewalt (=Jurisdiktionsgewalt) sich aus der Souveränität des Staates ergibt und sich im Grundsatz auf sein Staatsgebiet bzw. seine Bürger beschränkt, dann hat die Bundesrepublik nichts von alledem. Sie

– ist weder ein Staat, sondern eine ordentlich per (Grund-)Gesetz gegründete Körperschaft, der von den Alliierten die Rechte eines (mehr oder weniger) souveränen Staates übertragen wurden

– noch hat sie eigenes Staatsgebiet, sondern nur die Gebiete der ihr untergeordneten Gebietskörperschaften, d.h. der Bundesländer

– oder eigene Staatsbürger, sondern nur Zwangsmitglieder, die „Bundesbürger“ bzw. alle, die sich auf den vergewaltigten Gebieten aufhalten.

Sie beherrscht nur de facto das Staatsgebiet des „vereinten Deutschlands“ laut 2+4-Vertrag, nicht de jure. Genau wie die „Regierung“ von Kanada nur de facto das Land Kanada beherrscht und viele andere „Regierungen“ der westlichen Welt „ihr“ Land jeweils ebenso.

Wenn die Deutschen (von denen durch unzählige Wahlen legitimiert zu sein die Bundesrepublik ja dauernd behauptet) gar nicht von den tatsächlichen rechtlichen Verhältnissen und Zusammenhängen in Kenntnis gesetzt, sondern von vorn bis hinten belogen und getäuscht wurden und werden, um ihre Legitimation zu bekommen, dann ist jede auf diese Weise erlangte Legitimation unredlich erschlichen und damit nach gesundem Menschenverstand nichtig.

Dieses Argument zählt aber nicht bei bundesdeutschen Behörden und vor bundesdeutschen Gerichten. Man verweigert dort im Zweifelsfall – bequem abgesichert durch Anordung „von oben“ – jeden Versuch der Beweisführung, daß sie auch für Leute zuständig seien, die sich weigern, als Zwangsmitglieder zu handeln oder sich wie Zwangsmitglieder behandeln zu lassen. Die Option eines Handelns außerhalb des Grundgesetzes in „Deutschland“, also als Nichtzwangsmitglied, ist für sie komplett unvorstellbar!

Es zählen für die Bundesrepublik und ihre programmierten Exekutivdrohnen also keines unserer Argumente. Jedes Argument, ob wirklich spinnert oder fundiert, wird geleugnet, abgestritten oder brav ignoriert. Es wird also auch kein Richter eines bundesdeutschen Gerichts sich von einem Menschen mit dem unsichtbaren Stigma „Reichsbürger-Spinner“ auf eine Diskussion über seine personale Jurisdiktionsgewalt einlassen. Und dieses Stigma bekommt sofort jeder, der die de-jure-Staatlichkeit der Bundesrepublik anzweifelt. In Österreich mag das einfacher ein, weil dort die Verwaltung vielleicht noch nicht so lange und im erheblichen Stil von „Reichsbürgern“ genervt wird? Und weil die staatsrechtliche Situation weniger kompliziert ist? Ich bitte, mich da zu korrigieren, sollte ich mit dieser Vermutung falsch liegen.

Wie auch immer, ich sehe angesichts der Umstände sinnvollerweise nur den Weg des Wassers. Da wir, anders als die Freemen im angelsächsischen Rechtskreis, wirklich keinerlei wirksame Rechtsmittel (remedy) gegen den mit aller Gewalt bewehrten Machtanspruch der Bundesrepublik haben, bleibt nur Ausweichen à la Andreas Clauss. Dazu notarielle Patientenverfügung samt Vorsorgevollmacht für die Kinder, und dann weitestmöglich unter dem bundesdeutschen Radar dem Ziel der Wahl entgegen steuern.

Dean Clifford weiter in Haft

Standard

Gestern hatte Dean eine Anhörung vor Gericht. Sämtliche Augenzeugen des seiner Verhaftung zugrundeliegenden Vorfalls (er hatte auf einem privaten, vereisten Grundstück für einen kurzen Moment bei ca. -20°C sein schleuderndes Auto nicht unter Kontrolle, nichts wurde beschädigt, niemand verletzt) wurden nicht zugelassen, alle Eidesstattlichen Versicherungen seiner Freunde und Bekannten, daß er nicht im Dienst der Krone handelte, wurden ignoriert.

Dazu muß man sagen, daß in Kanada die offizielle Rechtslage wirklich so ist, daß deren Äquvalent zu unserem Grundgesetz, die Charter of Rights and Freedoms, ausdrücklich nur für „agents and officers of the government of Canada“, für öffentliche Bedienstete also, gelten:

  • 32. (1) This Charter applies(a) to the Parliament and government of Canada in respect of all matters within the authority of Parliament including all matters relating to the Yukon Territory and Northwest Territories; and

    (b) to the legislature and government of each province in respect of all matters within the authority of the legislature of each province.

Das ist wieder ein erheblicher Unterschied zum Grundgesetz, das ausdrücklich für alle Deutschen mit nationalsozialistischer Staatsangehörigkeit gilt.

Wie dem auch immer sei, alle kanadischen Gesetze bauen auf diesem kanadischen „Grundgesetz“ auf und können damit logischerweise auch nur für die Leute gelten, für die auch diese Charter of Rights and Freedoms gilt. Für alle anderen gilt das Common Law, das althergebrachte, ständig durch Rechtsprechung veränderte Fallrecht:

Im anglo-amerikanischen Rechtssystem wurden für die juristische Lösung eines Falles vergleichbare, bereits abgeurteilte, Fälle herangezogen, um daraus Urteilsmaxima für den aktuellen Fall zu gewinnen. Versprach beispielsweise jemand, eine Leistung zu erbringen, die er nicht erbringen konnte, so suchte man im Prozess nach früheren Urteilen in vergleichbaren Fällen und urteilte dann analog dem passenden früheren Fall.

Diese so genannte induktive Methode stellt sicher, dass das gesprochene Recht innerhalb einer Rechtsgemeinschaft stets in der Tradition früherer Rechtsurteile bleibt. Der Grundsatz des Stare decisis sichert dieses Rechtsprinzip ab. Dahinter steht die rechtsphilosophische Überzeugung, dass das Recht/Gerechtigkeit als Naturrecht unveränderlich besteht.

Wikipedia

Dieses Recht hat einige wesentliche, überschaubare und für jeden leicht zu verstehende Grundsätze, wie z.B. ohne Schaden kein Fall. *** Und früher ergangene Urteile in ähnlichen Fällen sind für den Richter bindend. Beeidete Aussagen sind nur von anderen beeideten Aussagen zu widerlegen, etc.  Dieses Recht nimmt Dean für sich in Anspruch. Für dieses Recht ist das Gericht, das ihn gestern angehört hat, gar nicht zuständig. Nach diesem definitiv geltenden Recht, für das in Kanada eine eigene Gerichtskammer existiert (The Queen’s Bench), hat er sich nichts zuschulden kommen lassen – auch nach Regierungsrecht nicht, sein schleuderndes Auto auf einem Privatgrundstück war nur ein Vorwand.

Deans kanadische Freunde versuchen derzeit herauszufinden, was genau gestern gelaufen ist und halten uns auf dem Laufenden.

—————————–

*** Im römischen Rechtskreis ist dieses althergebrachte, für jeden verständliche Recht seit der Französischen Revolution nach und nach abgeschafft und der herrschenden Zentralmacht das Monopol der Rechtsetzung, Rechtsprechung und Rechtdurchsetzung zugesprochen worden.

Im heutigen Deutschland wollte schon lange vor der Französischen Revolution Preußenköig Friedrich I. ein einheitliches Recht schaffen. Nach dem Vorfall mit der Mühle von Sanssouci sah sich sein Sohn Friedrich II. dann veranlaßt, eine solche Rechtsreform wirklich vorzunehmen.

Das Allgemeine preußische Landrecht galt nur, wenn örtliches Recht für einen Fall keine Regelung vorsah. Örtliches Recht ging also weiterhin vor:

Es galt ebenfalls nur subsidiär, d. h. es kam nur dann zur Anwendung, wenn die lokalen Rechtsquellen keine Regelung trafen. Es sorgte daher nicht für eine umfassende Rechtseinheit im Lande. Es setzte lediglich ein umfassendes einheitliches Recht für Gebiete ohne eigene althergebrachte Rechtsquellen, insbesondere in den vormals polnischen Provinzen (mit Ausnahme der Städte, die hier häufig über eigene Rechtsquellen verfügten). In der erst nach dem Wiener Kongress 1814 preußisch gewordenen Rheinprovinz galt nicht das ALR, sondern der eingedeutschte Code Civil, der sich im liberalen Bürgertum aufgrund seiner freiheitlichen Grundgedanken wie Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz, Eigentums-, Vertrags- und Testierfreiheit, Geschworenengerichte großer Beliebtheit erfreute.

Wikipedia

Zurück zu Dean Clifford.

Dean Clifford im Hochsicherheitsgefängnis

Standard

releaseDeanClifford-500x384

(Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Der kanadische Vorreiter der Freeman-Bewegung und ihr international inzwischen vielleicht bekanntester Vertreter wurde am 03.02.2013 unter einem Vorwand verhaftet und am 06.02.2013 in den Hochsicherheitstrakt (!!!) des Gefängnisses verbracht. Er ißt gezwungenermaßen nichts bzw. fast nichts, weil ihm seine gewohnte, frei gewählte Diät vorenthalten wird. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt besteht in einem Telefongespräch pro Tag. Er ist in Isolationshaft im 8. Stock des Hochsicherheitstrakts, hat eine Matte auf dem Fußboden, ein paar Decken und eine 2,5cm „lange“ Zahnbürste zur Verfügung. Sonst nichts. Für Klopapier muß er den Wärter rufen.

Der aktuelle Stand der Dinge kann hier bzw. hier verfolgt werden.

Wer sich an der Protestaktion beteiligen möchte, richtet seine E-Mail oder sein Fax an die im Bild angegebenen Adressen und Telefon- bzw. Faxnummern. Oder man nervt das Personal mit Anrufen unter Kanada 204-642-5106, wo man sich höflich nach dem „Common Law Peace Officer“ Dean Clifford erkundigt und ihn sprechen möchte.

Mein Schreiben basiert auf dem von Rob Menard vom 09.02.2013, das auf Deans Webseite veröffentlicht ist. Ich habe es  für die Sicht aus Deutschland wie folgt geändert:

Dear Andrew Swan,

I bring to your immediate attention the abuse of power and perversion of procedure a freeman Dean Clifford is being subjected to in a prison for which you are responsible. You may or may not be aware of the situation; it may even be due to your own orders. If not however, then I am sure you will find the situation as shocking and offensive to the conscience as do we who express our displeasure to you.

Tens if not hundreds of thousands of people around the globe are observing what is happening to Dean Clifford in your sphere of responsibility. I myself am following events from Germany as are many others. Canada has a very good image over here as a land of peace, freedom and justice. You are destroying this international image by treating Canadians like Dean Clifford with open injustice and political despotism.

I am sure you would agree that it would deeply offend and shock the public conscience worldwide to hear that a Canadian was imprisoned for no other reason then his political beliefs, regardless of how inconvenienced those in power were by those beliefs. This is especially true if said beliefs are based upon love, compassion, truth, and exercised in a lawful and peaceful manner. And although Dean is not charged with having certain political beliefs, it does appear he was targeted for them, and then assaulted and arrested by an RCMP Officer. The entire incident itself will likely not withstand proper scrutiny, and would likely reveal an over zealous officer.

Now Dean has been in prison since Saturday night, and during this time there has been no indication from him that he is a threat to others or staff, or a flight risk. He has been held in Winnipeg Remand Centre and was in good spirits, sure he would be released according to due process and proper procedure.

On your own organizations website I found the following:

Role of Maximum Security Institutions

Maximum security institutions provide long-term incarceration for offenders who have a higher probability of attempting to escape and who present a greater threat to the safety of the public.

Dean is in no way a threat to the public, nor a flight risk at all. To the contrary he is looking forward to his day in court. His being transferred to a maximum security prison is nothing less than an unlawful and inappropriate punishment for his beliefs. When asked why he was being transferred, one of the staff apparently let it slip it was due to him being deemed a threat to the staff and prisoners FOR HIS POLITICAL BELIEFS.

If someone’s political beliefs are justification for transferring them from a minimum security facility to a maximum security prison, then those same beliefs must justify transferring someone from non-incarceration to imprisonment. I always thought, in Canada beliefs which are unpopular to those who claim authority are no reason to imprison someone nor are they reason to deny them due process when in the jail system on other matters. This is especially true when there is sufficient reason to believe he was targeted, assaulted and then arrested ostensibly for some driving infraction, but more likely for his political beliefs, which he is quite vocal about. But again, as this is supposed to be Canada, those who wear uniforms on the public’s dime, and who do not like the beliefs of other Canadians, can suck it up, as they have no right to abuse their office to punish those who question the source, nature and limits of their authority.

Dean Clifford was transferred to a maximum security facility, for no other reason then some mid level bureaucrat within the system does not like his political beliefs and decided to exercise their authority without just cause and have thus placed him in greater danger. Likely they did not like his jovial and fearless attitude, and in spite of the fact that he is both peaceful and not a flight risk, decided to abuse their authority and position. It stinks to high heaven with abuse of power, and needs immediate attention and rectification.

As you have now been served notice of what is happening within your prison system to one of our brothers, and the injustice and abuse brought to your attention, and you have the power with a simple phone call to rectify this situation, the responsibility is clearly yours to address the situation, return him to minimum security as justified by his actions and the charges, and ensure that those who decided to take it upon themselves to punish him for his beliefs are themselves held accountable and face proper and meaningful sanctions.

This is Canada, where people are supposed to not be imprisoned lightly or easily for their political beliefs. People who claim that someone’s political beliefs are a threat to the safety of others, and therefore imprisoning them is justified, are in fact the ones demonstrating the most dangerous political belief imaginable.

You may not like the freemen’s political beliefs, as they hold that people in the government should be accountable and all operations transparent. But that is no reason to imprison them nor seek to punish them further if they are in your prisons, especially when it is entirely possible that the original charge is one manufactured by a politically motivated police officer seeking to use his office to hinder lawful political action.

Freemen around the globe believe in good-government. This is your chance to show some, Mr. Swan.

Thank you for your time, I trust you will take the appropriate and honourable steps.
Sincerely, and without malice aforethought, ill will, vexation or frivolity,

XXXXX XXXXX
Freewoman
Germany