Lektionen aus dem echten Leben 5

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Es ist bedrückend, wie normal es anscheinend ist, einander zu belügen. Erneut erlebe ich die Enttäuschung, dass sich etwas, was ich jemandem geglaubt habe, als vorsätzliche Lüge herausstellt. Es macht mich todtraurig, dass wieder jemand, den ich geschätzt habe, sich als unehrlich erweist. Andererseits ist es erstaunlich, wie ich fast fünfzig Jahre alt werden konnte, ohne das Urvertrauen in die generelle Aufrichtigkeit der Menschen zu verlieren. Oder das erstaunlich weit verbreitete, enorme Schauspieltalent um mich her zu erkennen.

Erst verlor ich den Glauben an den Staat, dann verlor ich den Glauben an die Menschen. Was bleibt? Der Rest.

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  1. Es bleibt die Wahrheit, und die bist du nur selbst. Den Glauben zu verlieren ist der erste Schritt zu sich selbst zu gehen, sich zu Er-innern. Ich wünsche dir schöne Er-kenntnisse dabei.

  2. Das verstehe ich nicht. Inwiefern bringt es mich näher zu mir selbst, wenn ich anderen Menschen immer weniger Vertrauen entgegenbringen kann? Ich vertraue mir doch nicht weniger, wenn ich anderen Menschen vertraue? Sich ins Innere zurückzuziehen bedeutet außerdem nicht automatisch, sich selbst zu vertrauen.

  3. Ist es ein Fehler in die Menschen zu vertrauen oder nicht ?
    Oder liegt der Fehler eher darin, daß wir an oder in angelernte und anerzogene „Programme“ vertrauen, die Leute vergleichbar Computerprogrammen steuern wie auch uns selber.
    Sollten wir Computerprogrammen vertrauen mit all den möglichen „geistigen Viren“ darin!

    Wer hat uns beigebracht zu sein was und wie wir sind und wie wir agieren und reagieren ?

    Leute sind ein Spiegel für uns zu lernen und uns selbst aus diesen Programmen zu befreien.
    Sich selbst zu vertrauen oder in das was wir wirklich sind oder sein können scheint das Wichtigste.

    Ich nenne es übrigens Viertrauen statt Vertrauen.

  4. Schön, daß sich Freewoman wieder mitteilen möchte. Da ja zwischen #Glauben# und *Glauben* Welten liegen, werden wir wohl noch tiefer ins Leben eintauchen müssen, denn das Ende aller Täuschungen hatten wir noch nicht erreicht. Der Glaube an uns selbst, hilft uns dabei Ent-Täuschungen zu überwinden und auch wieder „Berge“ zu versetzen. Die Zeichen (Planeten) stehen im Sonnenjahr 2017 günstig für Wahlgemeinschaften mit anderen Menschen, denen Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit viel bedeuten. Mit ihnen können wir dringend notwendige Oasen der Menschlichkeit bauen, die frei von Angst, Gewalt und Verlogenheit sind.

  5. Es kann gut sein, dass ich momentan vorrangig mir selbst nur schwer vertrauen kann bzw. Zweifel habe, ob ich alles bewältigen kann, was ich mir aufgeladen habe. Angesichts der schier übermächtigen Aufgabenlast ist das vielleicht auch nur ein Zeichen geistiger Gesundheit. Aber man muss das Unmögliche zu tun versuchen, um wenigstens das tatsächlich Mögliche zu erreichen. Auch was die eigene Leistungsfähigkeit angeht. Wenn man da gerade insgeheim zweifelt, dann trifft einen die versagte Wertschätzung von Leuten, die man mag, besonders hart. Sich dem Weltschmerz hinzugeben entzieht jedoch weitere Kraft. Es hängt zuviel ab von meinem Funktionieren. Also zusehen, dass ich nicht meinerseits anderen solche Enttäuschungen bereite wie ich sie gerade wieder erlebt habe.

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